©Thomas M. Jauk/Stage Picture
 
Musiktheater

Angels in America

 
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Premiere

Samstag, 29.02.2020 um 19:30 Uhr

Großes Haus

Einführung 18:45 Uhr | anschließend Premierenfeier

Aktuell keine Termine geplant.

Opera in two parts by Peter Eötvös
Based on the play by Tony Kushner
Libretto by Mari Mezei
Commande du Théâtre du Châtelet

 

Längst hat sich die 2004 uraufgeführte Oper von Peter Eötvös in den Spielplänen etabliert. Ihre Erzählung des an Aids erkrankten Homosexuellen Prior Walter, der in seinem Kampf ums Überleben einen Engel erfindet, trifft den Nerv unserer Zeit. Hier prallt das Amerika der 1980er Jahre auf Eötvös’ Suche nach einer Broadway-Ästhetik und Priors Wunsch nach Antworten auf einen ratlosen Himmel voller führungsloser Engel. Schnell wird dabei unklar, wo die Realität endet und die Halluzination beginnt.

In der stimmungsvollen Inszenierung von Florentine Klepper und durch den kompositorischen Kniff, mittels naher Mikrofonierung einen intimen Kontakt zwischen Bühnengeschehen und Publikum herzustellen, entsteht ein eindringlicher Abend.

 

 

Aufführungsdauer: ca. 2,5 Stunden, eine Pause

 

 

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Pressestimmen

»[…] Joska Lehtinen gibt der Figur [Louis] mit seinem schön direkten, leuchtenden Tenor Wärme. Maximilian Krummen als Joe spielt mit geschmeidigem Bariton schön die Entwicklung des etwas verduckten, verheirateten Anwalts, der mehr und mehr zu seinen Gefühlen steht. […] Bis Joe seiner medikamentenabhängigen Frau Harper seine Homosexualität offenbart, steigert Eötvös die Klänge von langer Hand in Besetzung und Macht, führt die beiden Parteien in Gegenbewegung. Milda Tubelyte bewältigt die hohen und tiefen Lagen der exzentrischen Harper klar und bezaubert in einer weiteren Rolle als Geist der Ethel Rosenberg, wenn sie mit weicher Tiefe deren jüdisches Wiegenlied singt. Und gerade wenn man so richtig gerührt ist, weil sie es auf Bitten desjenigen Anwalts tut, der sie einst auf den Elektrischen Stuhl brachte, lacht dieser Anwalt, Roy Cohn, fürchterlich. Obwohl todkrank, ist sein Zynismus nicht erloschen. Der aidskranke Republikaner mit Cowboyhut, der mit Männern schläft, aber Schwule verachtet, wird von Kushner sarkastisch prompt dem Tod zugeführt. Rainer Mesecke singt ihn mit Basskraft, während in seinem Büro in Saxophonen und Synthesizer Telefon und Telefonstimmen vibrieren. […] Christopher Lichtenstein am Pult eines hochgespannt musizierenden Staatsorchesters sorgt für präzise Koordination. […] Drei exzellente Vokalstimmen des NDR-Chors sorgen aus dem Graben zuweilen für geheimnisvolle Wortumspielungen.[…] War Regisseurin Florentine Kleppers Inszenierung bis hierher ein eher karg illustrierter Stationenreigen, in dem die Menschen auf weiter Ebene nach Beziehung suchten, füllt Ausstatterin Adriane Westerbarkey die Bühne nun mit den Resten einer zerborstenen Zivilisation, in der sich die verstreuten Seelen ihren Weg bahnen müssen. Joes Mormonenmutter hat da unter Missachtung der sozialen Missstände um sie rum auch in der Bronx ihren klaren Glaubenskompass (Zhenyi Hou gibt ihren Rollen runde Alttiefe). […] War Regisseurin Florentine Kleppers Inszenierung bis hierher ein eher karg illustrierter Stationenreigen, in dem die Menschen auf weiter Ebene nach Beziehung suchten, füllt Ausstatterin Adriane Westerbarkey die Bühne nun mit den Resten einer zerborstenen Zivilisation, in der sich die verstreuten Seelen ihren Weg bahnen müssen. Joes Mormonenmutter hat da unter Missachtung der sozialen Missstände um sie rum auch in der Bronx ihren klaren Glaubenskompass (Zhenyi Hou gibt ihren Rollen runde Alttiefe). […] In großem Orchestergestus trumpft Christian Miedl als Prior hier mit seinem weich-voluminösen Bariton auf wie Wagners Hans Sachs. […] Eötvös’ Oper ist ein mitreißendes Werk, kunstvoll und doch zugleich von hoher Zugänglichkeit. Dringend ausprobieren, es lohnt. In der Premiere gab’s große Zustimmung und Bravos für eine wunderbare Ensembleleistung.«

»[…] In Braunschweig ist der als Höhepunkt vor der Pause auftretende Verkündigungs-Engel eine apokalyptische Erscheinung: Unter Feuerbällen und stürzender Hochhauswand, die an den 11. September erinnern sollen, setzt Jelena Bankovic mit glockenreinem Sopran und präzisen Koloraturen unter einer drängenden Aufwärtsbewegung in den hohen Streichern und Xylophonklingeln extraterrestrische Spitzen. Die bisher karge Bühne von Ausstatterin Adriane Westerbarkey füllt sich mit den Resten der zerborstenen Zivilisation. […] Eötvös ist ein Meister der Instrumentierung, der dramaturgisch-atmosphärisch begleitenden Klangrede. Von verzagten Streicheransätzen à la Mahler bis zum sphärisch dämmernden Gong. […] Die elektronische Mischung der Stimmen und Klänge erzielt dabei den aktuellen Soundeinruck und zugleich eine flirrend-halluzinatorische Entrückung, denn zunehmend sind dieser schnellen Bildfolge mit gelegentlichen Simultanszenen unwirkliche Begegnungen eingeschrieben. Drei exzellente Vokalstimmen des NDR-Chores sorgen aus dem Graben zuweilen für geheimnisvolle Wortumspielungen. Musik und Inszenierung haben in Braunschweig eine broadwaytaugliche Zugänglichkeit. In der Premiere gab’s große Zustimmung und Bravos für eine bemerkenswerte Ensembleleistung.«

 

Besetzung am 29.02.2020
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