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Dazwischengehen. Künstlerische Arbeit als soziale Erfindung

 

Konferenz für Kultur- und Bildungsexpert*innen | Live-Stream

 

Eine Veranstaltung der HBK Braunschweig, der HMTM Hannover und des Staatstheaters Braunschweig

 

Orte der Kunst und der Bildung sind nicht nur existenziell für die Kultur einer Gesellschaft, ihnen wohnt das Experiment, die modellhafte Erforschung und Erprobung von Verfahren, Strukturen und Institutionen inne. Sie sind Impulsgeber für unser Zusammenleben und tragen einen wichtigen Teil dazu bei, die Komplexität unserer Demokratie zu erhalten und fortzudenken.

 

Die Konferenz »Dazwischengehen!« fokussiert unter dem Konzept der sozialen Erfindung das Handlungswissen der Künste in den Feldern Schule, Theater, künstlerische Hochschule und Kommune. Es diskutieren Expert*innen aus unterschiedlichen Fachbereichen, wie wir arbeiten und leben wollen. Welche Verhaltensweisen fördern das Gemeinwohl? Welche Voraussetzungen braucht es, um ein Zusammenleben jenseits von ökonomischer Verwertung möglich zu machen? An welcher Stelle ist ein Dazwischengehen angebracht? Es werden theoretische Impulse und konkrete Handlungsvorschläge vorgestellt. Ziel ist es, Haltungen, Förderwerkzeuge, Spielregeln und Werte zu definieren. 

 

Vier Theoretiker*innen und vier Praktiker*innen haben zu diesen Fragen gearbeitet und präsentieren jetzt Ergebnisse. Sie zeigen Leerstellen, Perspektiven und Potenziale und präsentieren mögliche Verfahrensmodelle, die im Anschluss diskutiert werden.

 

Nach den Konferenzen »Abweichen« (2017), »Rausgehen – Reingehen« (2018) und »Überspringen« (2019) ist »Dazwischengehen« nun der Abschluss der Reihe, die ein vom niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördertes Kooperationsprojekt mit der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und dem Staatstheater Braunschweig ist. Die diesjährige Konferenz möchte sich bewusst öffnen für Meldungen und Meinungen von Kultur- und Bildungsinteressierten.

 

Den Live-Stream der Konferenz finden Sie unter https://www.youtube.com/watch?v=80JxvzLsgtM

 

Das Programm und die Biografien zum Download finden Sie hier.

 

Programm

 

10:00 – 10:30

Akkreditierung

 

 

10:30 – 11:00

Einführung/online Start

Prof. Dr. Dorothea Hilliger und Mirko Winkel

 

 

11:00 – 12:15

Thema: Theater (This section will be held in English)

Augusto Corrieri, Künstler, Lehrender University of Sussex

Joshua Wicke, Dramaturg Schauspielhaus Zürich

What remains of the theater when we are no longer allowed to physically walk into it? What social (and socio-material) formations get lost without a practice in a shared time and space, what new might emerge? What shape takes an institution under those conditions? An evolving dialogue.

 

Reflexion:

Lola Fonsèque, Künsterische Co-Leitung Koy Koy Kiosk, München

Tarun Kade,Dramaturg (bis August 2020 leitender Dramaturg Münchner Kammerspiele)

 

 

12:30 – 13:45

Kommune (dt.)

Prof. Dr. Isabell Lorey, Professorin für Queer Studies in Künsten u. Wissenschaft, KHM Köln

Pariser Commune, spanische Demokratiebewegungen und Gastfreundschaft. Das Kommune in der präsentischen Demokratie.

        

Gessnerallee Zürich, Neues Leitungsteam

Zum Experiment der Entwicklung eines diversen, integrativen, nachhaltigen, transparenten und evolutionären Theaterhauses.

 

Reflexion:

Lena Ziese, Professorin für freie Kunst und Kunstpädagogik, AdBK Nürnberg

Iver Ohm, Kunst- und Kulturwissenschaftler, Hidden Institute, Berlin

 

 

Mittagspause/online Pause

 

 

14:45 – 16:00

Schule (dt.)

Dr.Armen Avanessian, Philosoph, politischer Theoretiker, Herausgeber, Berlin

Politische Zukunftsschule. Wie sich zukünftiges Wissen in unser gegenwärtiges Handeln integrieren lässt.

 

Claudia Hummel, Lehrende – Institut für Kunst im Kontext, UDK Berlin

Und welche Rolle hat das Spiel in der Schule? Von marxistisch informierter Spielzeugkritik zur Katastrophenwerkstatt.

 

Reflexion:

Jamila Tressel,Bildungsaktivistin und Jungunternehmerin, Berlin

Mijke Harmsen, Dramaturgin tanzhaus nrw, Düsseldorf

 

 

16:15 – 17:30

Künstlerische Hochschule(dt.)

 

Prof. Dr.Simone Hain, Architektur- und Planungshistorikerin, Ahrensfelde

 Die neue künstlerische Hochschule als „Erziehungsstätte zur Lebensgestaltung“? Was uns das Bauhaus mitgeben kann.

 

Uwe Lübbermann, Zentraler Moderator des Premium-Getränkekollektivs, Hamburg

Mit radikaler Solidarität durch die Krise. Wie Verantwortungsübernahme zu einem neuen institutionellen Miteinander führt.

 

Reflexion:

Nicolas Galeazzi, Künstler und Co-Kurator advanced performance and scenography studies, Brüssel

Florian Reichert, Fachbereichsleiter Oper/Theater, Hochschule der Künste, Bern

 

 

17:45 – 19:00

Zusammenfassung (dt.)

Florian Malzacher, Kurator für zeitgenössische performative Künste, Berlin

Charlotte Orti, Dramaturgin und Kuratorin Festival Fast Forward, Staatsschauspiel Dresden

Klara Patermann, Studentin am Institut f. Performative Künste und Bildung, HBK Braun-schweig

Dr. Stephan Venzke, Leiter des Referats »Universitäten, künstlerische Hochschulen, Gleichstellung« im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Hannover

 

Moderation: Prof. Dr. Margarita Tsomou – Kuratorin für Theorie und Diskurs am HAU, Berlin und Professorin für Zeitgenössische Theaterpraxis, Osnabrück

 

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