©Volker Conradus
 
Schauspiel

Die Schritte der Nemesis

 
Alle Termine
Samstag, 04.06.2022
19:30 Uhr, Kleines Haus
Premiere
Montag, 06.06.2022
19:30 Uhr, Kleines Haus
Donnerstag, 09.06.2022
19:30 Uhr, Kleines Haus
Freitag, 17.06.2022
19:30 Uhr, Kleines Haus
Samstag, 18.06.2022
19:30 Uhr, Kleines Haus
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Premiere

Samstag, 04.06.2022 um 19:30 Uhr

Kleines Haus

Dramatische Chronik aus dem Parteileben der UdSSR (1936-1938) in sechs Bildern von Nikolaj Evreinov

aus dem Russischen von Regine Kühn

Kooperation mit der Universität Zürich und dem International Laboratory Ensemble

Uraufführung

 

Inszenierung. Rollen. Maskerade: Ein Gerichtsprozess theatralisiert Recht und Gesetz, um – idealerweise – Recht zu sprechen und sichtbar zu machen. In Diktaturen verkommen diese inszenierten Abläufe zur Show – am prominentesten in den stalinistischen Schauprozessen der 1930er Jahre in Moskau. Der russische Theatertheoretiker Nikolaj Evreinov beobachtete die Prozesse im französischen Exil. Als Spezialist für die »Theatralisierung des Lebens« erkannte er das perverse juristische Spektakel und antwortete auf das verborgene Theater mit einem Stück. Doch »Die Schritte der Nemesis« ist nicht bloß eine Entlarvung des juristischen Theaters, sondern ein fiktiver Blick hinter die Kulissen.

 

Evreinov schreibt keinen alternativen Gerichtsprozess, sondern eine Hinterzimmerposse. Und dort, in den Hinterzimmern der Macht, finden wir nicht etwa die Wahrheit, sondern nur eine andere Form von Theater, ein intrigantes politisches Schmierentheater, eine Art House of Cards der 30er Jahre in der Sowjetunion. Warum, so die Frage von Evreinov, schauen wir uns das an? Was erhoffen wir uns von einem Blick hinter die Kulissen? Und was hat das mit der heutigen politischen Situation zu tun?

 

Die Inszenierung entsteht als mehrsprachiges Projekt in Kooperation mit Sylvia Sasse (Universität Zürich) und wird von einem Workshop begleitet, der nach Gerichtsprozessen als einem Mittel politischer Inszenierung in der Gegenwart fragt. Die Regisseurin, Yuri Birte Anderson, realisiert seit 2006 (oft mehrsprachige) Theaterprojekte, u. a. am Theaterlabor Bielefeld, aber auch in England, Schottland, Frankreich, Polen, Schweden, Serbien und der Ukraine.

 

Das Projekt ist gefördert vom Schweizerischen Nationalfonds.

 

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Besetzung
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