Rusalka | ©Thomas M. Jauk
 
Musiktheater

Digitale Bühne: Rusalka

 
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Premiere

Freitag, 05.03.2021 um 19:30 Uhr

Digitale Bühne

Lyrisches Märchen in drei Akten von Antonín Dvořák
Libretto von Jaroslav Kvapil

Fassung für reduziertes Orchester von Marián Lejava
in tschechischer Sprache mit deutschen Untertiteln

 

Die Nixe Rusalka hat nur einen einzigen Wunsch: Sie sehnt sich danach, ihre Wasserheimat zu verlassen, als Mensch unter der warmen Sonne zu leben und die Liebe kennenzulernen. Für den Prinzen, von dem sie träumt, ist sie bereit, alles hinter sich zu lassen. Rusalka ignoriert die Warnungen des Wassermanns und lässt sich von der Hexe Ježibaba in Menschengestalt verwandeln, um ihrem Liebsten zu begegnen – wissend, dass sie einen hohen Preis dafür zahlen muss. Für einen herrlichen Moment schwebt Rusalka im seligen Liebestaumel mit ihrem Prinzen, doch das Glück währt nicht lang …

Für das in vielen europäischen Traditionen bekannte, tragisch endende Märchen um die liebende Meerjungfrau schuf Antonín Dvořák hinreißend schöne Musik, die die zart-intimen Momente ebenso berührend einfängt wie die großen dramatischen Ausbrüche. Regisseur Dirk Schmeding, der am Staatstheater Braunschweig zuletzt mit einer vielbeachteten Inszenierung von Weinbergs »Die Passagierin« zu Gast war, erzählt in »Rusalka« von der Unvereinbarkeit zweier Elemente, die ein klassisches »Happy End« unmöglich macht.

 

Zur reduzierten Online-Ausgabe des Programmhefts | 118 KB

 

Zur Audioeinführung von Theresa Steinacker | 6 Minuten

 

Filmdauer: ca. 145 Minuten

 

Der Stream ist bis zum 30. April verfügbar. Die deutschen Untertitel können Sie rechts unten im Stream einstellen.

 

 

 

Pressestimmen

»Du lieber Mond, so silberzart, von Julie Adams als Rusalka mit feiner Intonation und zarter Verhaltenheit vorgetragen, dann groß erblühend, beschwört, was die Schöpfung an Zauber bereit hält. (…) Rusalkas Traum einer Harmonie von Mensch und Natur ergreift uns mit jeder Note, dabei sitzen wir genauso im Dreck wie sie und ihre Mitgeschöpfe… Am Pult des coronagemäß verkleinerten Staatsorchesters sorgt Srba Dinic für üppige romantische Wellen und viel Feinheit und Intimität in den Naturstimmungen. Das stützt die mystische Aura in Dirk Schmedings klug das Märchenhafte im Faktisch-Realen entdeckender Regie. Ein spannender Opernabend«.

»Regisseur Dirk Schmeding, der in Braunschweig schon Mieczyslaw Weinbergs »Passagierin« fulminant in Szene gesetzt hat, findet in seiner Version von Dvoráks Märchenoper einen überraschenden, aber zielführenden Mittelweg zwischen Realität und Fantasie. Die Bühne von Ralf Käselau ist ein Nichtort am Rand der Zivilisation – ein trockengefallener See, in dem sich Vergangenheit und Träume von der besseren Zukunft wie Sedimente ablagern. Das Einschalten lohnt bei dieser Produktion auch musikalisch, (…) die US-amerikanische Sopranistin Julie Adams glänzt in der Titelrolle«.

»Vergessen Sie Friedhof der Kuscheltiere: Antonín Dvořáks Oper Rusalka über das unglückliche Ende einer Liebe zwischen Nixe und Prinz wird in der digitalen Aufbereitung der ursprünglich für Herbst 2020 geplanten Neuinszenierung des Staatstheaters Braunschweigs zur Horrorvision (…). Trinkwasser ist sogar für Wassergeister nur noch aus Portionsflaschen oder einem verrosteten Tank zu haben. Dieses von Julia Rösler mit Outfits aus Pop- und Independent-Szenen betextilte Monsterarium wird zum Austragungsort des hier mit Kälte ent-emotionalisierten Mythos von Mensch und Naturwesen, wie man sich diese in der Ära Netflix vorstellt. Ein packender Opernabend.«

»Dirk Schmeding arbeitet in seinem bemerkenswerten Inszenierungsansatz konsequent den sozusagen ökologischen Gehalt der Romantik heraus, belässt den Stoff aber trotzdem in einer märchenhaften Welt mit mystischen Zwischenwesen, die an den Rändern der Industriegesellschaft in den Brachen und Kloaken lauern (…). Am Pult des coronagemäß verkleinerten Staatsorchesters sorgt Srba Dinić für üppige romantische Wellen und viel Feinheit und Intimität in den Naturstimmungen. Das stützt die mystische Aura in Schmedings klug das Märchenhafte im Faktisch-Realen entdeckender Regie. Ein spannender Opernabend.«

»Die musikalische Verwirklichung hat beachtliches Niveau... Das in allen Instrumentengruppen ausgezeichnete Staatsorchester ist in der Aufnahme in guter Form, kostet den romantischen, vielfarbigen Zauber gekonnt aus und bildet für das Sänger-Ensemble eine sichere Grundlage, wofür Srba Dinić souverän mit seinem bekannt präzisen, aber auch inspirierenden Dirigat gesorgt hat. Dem Spiel der Sängerinnen und Sängern merkt man die plausible, jederzeit nachvollziehbare Personenführung des Regisseurs Dirk Schmeding an. (Eine) gelungene, in jeder Beziehung ausgesprochen hörens- und sehenswerte Produktion«.

»Wenn der alte Wassertank in der Reflektion wie der Mond erglüht und die Nixe Rusalka am verödeten Wasserloch zwischen Waschmaschine und Plastikflaschen ihr Du lieber Mond, so silberzart anstimmt, wird der Traum von der Harmonie zwischen Mensch und Natur zu einem wohlig durchwärmenden Gefühl der Hoffnung… und Julie Adams singt es mit feiner Intonation und zarter Verhaltenheit, bevor die Stimme groß erblüht… Und Kwonsoo Jeon singt den Prinzen so schmelzig schön: Sein Tenor hat lyrische Weichheit und gehörige Strahlkraft. Jisang Ryu setzt mit klarem Bass die Weherufe des Wassermanns dazu. Ekaterina Kudryavtseva gibt in lyrisch schönen Bögen die kokette Fremde, und Edna Prochnik charakterisiert mit reifem Mezzo die Hexe. Milda Tubelytė und Maximilian Krummen machen aus ihren ängstlich-abergläubischen Waldhütern kleine Charakterstudien.«

»Die dreißig Musiker*innen aus dem Staatsorchester Braunschweig und GMD Srba Dinić erarbeiteten eine geschärfte, eindrucksvolle Deutung. Die kleine Besetzung holt heraus, wie viel Modernität unter dem Wohlklang der wunderschönen Partitur verborgen ist.« 

Besetzung am 05.03.2021
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