Staatsorchester

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Donnerstag, 15.04.2021 um 18:00 Uhr

Digitale Bühne

Hörstück nach Texten aus verschiedenen Briefen von und an Ludwig van Beethoven

 

Wie alles angefangen hat: Zunächst war für den 09. Mai 2020 eine Geburtstags-Party mit dem Titel »Beathoven« im Kleinen Haus geplant. Die Premiere der Oper »Fidelio« hätte einige Tage zuvor im Großen Haus stattgefunden, sodass eine etwas anspruchsvollere Premierenfeier auch im Hinblick auf das Beethoven-Jahr 2020 angemessen erschien. Mechthild Großmann sollte aus Ludwig van Beethovens Leben erzählen, aus seinen Briefen und Notizen lesen. Ein Streichquartett – Musiker:innen aus dem Staatsorchester – sollte Auszüge aus der »Großen Fuge« spielen. Alexis Agrafiotis wollte sich mit einigen Teilen aus der Klavier Sonate Nr. 32 Op. 111 im Wechsel mit elektronischen Sounds und Beats von Mars Dietz und Alexandra Holtsch einbringen. Zu guter Letzt hatten wir vor, zu späterer Stunde alles Musikalische tanzbar und voller »Freude und Götterfunken« in die 250 Jahr Geburtstagsparty münden zu lassen.

 

Was daraus wurde: Nach der Lektüre tausender Briefe und Notizen von, an und über Ludwig van Beethoven, ergab sich allmählich eine Textauswahl und daraus viel musikalische Inspiration für die Lesung. Das Leid seiner fortschreitenden Gehörlosigkeit, seine Wutausbrüche und unglücklichen Lieben, seine Hoffnung auf Geschwisterlichkeit unter den Menschen, seine kraftvolle Freude an den schönen Dingen in seinem Leben, all das sollte sich in der Bearbeitung von Musik und Sprache widerspiegeln.

 

Nach der Premiere der ungewöhnlichen »Fidelio«-Fassung im Großen Haus am 10. Oktober 2020 entstand die Idee, in den coronabedingt Theater-losen Wintermonaten aus der Geburtstagsparty »Beathoven« ein Hörstück zu machen. Die bereits mit Mechthild Großmann ausgesuchten Texte und Briefe, die Skizzen der Klanglandschaften von Mars Dietz und die aufgenommenen Stimmen aus dem Streichquartett von Yukari Aotani – vieles war schon angedacht. Silke Buchholz, die in Dagmar Schlingmanns »Fidelio« als Schauspielerin mitwirkte, wurde eingeladen, ihre Stimme Josephine Deym, eine der vielen unglücklichen Liebesgeschichten Beethovens, zu geben. Es entstand ein Hörstück, in dem ausnahmslos alle Töne ursprünglich aus Beethovens Feder stammen, alle Worte von ihm selbst geschrieben oder an ihn persönlich gerichtet waren. 

 

Musik unter Verwendung von Fragmenten aus dem Streichquartett »Große Fuge« Opus 133 sowie aus den Klaviersonaten Nr. 8 Opus 13 und Nr. 32 Opus 111 von Ludwig van Beethoven.

 

Textquellen im Hörstück in der Reihenfolge des Erscheinens:

  • Beethoven an Gräfin Josephine Deym  Wien, März/April 1805
  • Ludwig van Beethoven, Brief an Heinrich von Struve, Wien, 17. September 1795
  • Beethoven an Gräfin Josephine Deym  Wien, März/April 1805
  • Beethoven an Breitkopf & Härtel in Leipzig, Wien am 8ten Juni [1808]
  • Gräfin Josephine Deym an Beethoven (Entwurf) [Wien, erstes viertel 1805]
  • Beethoven an Gräfin Josephine Deym  Wien, März/April 1805
  • Beethoven an Breitkopf & Härtel in Leipzig [Wien, 26. Juli 1809]
  • Beethoven an Gräfin Josephine Deym  Wien, März/April 1805
  • Beethoven an Breitkopf & Härtel in Leipzig [Wien, 26. Juli 1809]
  • Beethoven an Gräfin Josephine Deym  Wien, März/April 1805
  • Beethoven an Breitkopf & Härtel in Leipzig Wien am 6. May [1811]
  • COLLAGE aus Teilen der o.g. Briefen und Beethoven an Georg Friedrich Treitschke [Wien, zwischen 1818 und 1822]
  • Beethoven an Ignaz Moscheles in London Wien den 14. März. 1827
  • Abspann - gesprochen von Katja Hensel
     

Briefe zum Nachlesen: https://www.beethoven.de/de/archive/list

 

Besetzung

     

  • Josephine Deym: Silke Buchholz
  • Ludwig van Beethoven: Mechthild Großmann
  • Musikalische Interpretationen und Bearbeitungen: Mars Dietz, Yukari Aotani
  • Regie, Soundscapes und Sounddesign: Alexandra Holtsch
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