©Lukas Pergande
 
Schauspiel

Digitale Bühne: Werther: A Few Love Songs

 
Termine
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Premiere

Samstag, 06.03.2021 um 19:30 Uhr

Digitale Bühne

mit Live-Einführung um 18:45 Uhr und anschließender Premierenfeier

nach dem Briefroman von Johann Wolfgang Goethe

 

Ausgehend von Goethes berühmter Geschichte über Werthers unerfüllte Liebe zu Lotte, spürt Ana Yoffe in einem schauspielmusikalischen Projekt den verschiedenen Aggregatzuständen dieser nicht zu bändigenden Emotion nach. Werther, durchaus egomanisch veranlagt, inszeniert dabei einen Reigen aus Euphorie, Überwältigung, Eitelkeit und Schmerz – und auch die Lieder, vom Volkslied über Nick Cave zu Nirvana, spiegeln die seelische Ausnahmesituation eines Menschen wider, der sich seinen Obsessionen hingibt. So entsteht eine exzentrische Selbstinszenierung zwischen Hoffen und Vergeblichkeit. 

 

Gedreht wurde unter der Regie von Grigory Shklyar (Kamera) und Jörg Wockenfuß (Musikarrangements und -produktion) hauptsächlich im »Aquarium« des Staatstheaters sowie an Schauplätzen innerhalb und außerhalb Braunschweigs.

 

Filmdauer: ca. 50 Minuten

 

Der Stream ist zu den angegebenen Terminen für jeweils 48 Stunden online. Für jeden Termin gibt es eine Live-Einführung mit Dramaturg Holger Schröder sowie ein Nachgespräch mit verschiedenen Gästen über die Videokonferenz-Plattform Webex. 

 

Zur reduzierten Online-Ausgabe des Programmhefts | 356 KB

 

Zur Audioeinführung von Holger Schröder | 5 Minuten

 

Zu den Live-Einführungen mit Holger Schröder | 18:45 Uhr

 

Zu den Nachgesprächen mit Holger Schröder und Gästen | 20:40 Uhr

 

 

 

Vermittlungsangebote für Schulen und Jugendgruppen

empfohlen ab 16 Jahren

 

Als Begleitmaterial zum bildstarken Theaterfilm haben wir ein theaterpraktisches Vermittlungsangebot für den Unterricht zusammengestellt.

 

Die Grundlage für den Film ist eine Kurzfassung von Goethes Briefroman »Die Leiden des jungen Werther«, die alle Etappen der Handlung kurz wiedergibt. Das Produktionsteam ist sich einig: Werther hat eine Veranlagung des grenzenlosen Narzissmus, sodass er sich im Schmerz und im Leid inszeniert. Er setzt sich selbst und die Welt um ihn herum als eine emotionale Achterbahn in Szene und lässt uns digital daran teilhaben. Er will, dass wir ihm zuschauen, dass wir mitleiden. Sobald unser Blick abschweift, packt er uns erneut und zieht uns in seine dystopische Welt. Die unerwiderte Liebe wird Gegenstand seines Unglücks, Lotte wird bloße Projektionsfläche und bleibt die schöne, vergebene, unerreichbare Frau. Ana Yoffe spielt alle drei Rollen (Werther, Lotte und Albert) und singt sich durch herzerwärmende Liebeslieder.

 

Für Schulen ist der Film auf Nachfrage jederzeit kostenlos zugänglich. Das Vermittlungsangebot steht hier zum Download zur Verfügung:

Download Materialmappe (69,1 KB)

 

 

Darüber hinaus bieten wir Ihnen gerne ein digitales Nachgespräch an. Bei Interesse melden Sie sich bei Vermittlerin Rike Breier unter rikebreier@staatstheater-braunschweig.de und vereinbaren einen individuellen Termin sowie die gewünschte Konferenz-Plattform. Wir würden uns außerdem freuen, einen Einblick in Ihre Ergebnisse zu bekommen. Sie können uns diese gerne postalisch zukommen lassen oder digital an Rike Breier schicken.

 

[Trigger-Warnung: Der Film behandelt Selbsttötung. Sollten Sie dabei ein schlechtes Gefühl in der Arbeit mit ihren Schüler*innen haben, sichten Sie gerne vorher das Material und kontaktieren Sie uns bei Rückfragen.]

 

Kontakt:

Rike Breier

rikebreier@staatstheater-braunschweig.de

 

Pressestimmen

»Die sehr ausdrucksbegabte Schauspielerin Ana Yoffe steigert sich in die Gefühlswelt des liebeswunden Schwärmerchens Werther hinein…Sie verkleinert seinen Schmerz keineswegs, auch wenn es ein selbstverliebter Schmerz ist. Sie gibt ihn als durchaus reflektierten jungen Menschen im roten Adidas-Sportanzug, der Trampolin springt, Rotwein trinkt und aus den Namen Lotte und Werther eine verspielte Klangcollage sampelt. Der mit ernster Beharrlichkeit und gestikulierendem Ringen um den sprachlichen Ausdruck seiner Gefühlswallungen wild entschlossen ins Verderben rennt. Der Film findet rätselhafte, aber durchaus beklemmende Bilder dafür.«

Besetzung
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