Tragedia lirica in zwei Akten von Vincenzo Bellini
Libretto von Felice Romani nach dessen Libretto zur Oper »Giulietta e Romeo« von Nicola Vaccai, nach der gleichnamigen Tragödie von Luigi Scevola und weiteren Quellen / in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Romeo und Julia: Die wohl bekannteste Liebesgeschichte der Welt wird in unzähligen Varianten in Oper, Ballett, Schauspiel oder Film erzählt. Auch einer der Meister des Belcanto, Vincenzo Bellini, erkannte, was in diesem Stoff steckt. 1830 erhielt er den Kompositionsauftrag für »I Capuleti e i Montecchi« und stellte die Oper in kurzer Zeit fertig. Zur Vorlage für das Libretto nahm Felice Romani aber nicht das berühmte Werk von William Shakespeare sondern mehrere italienische Quellen, allen voran das Drama »Giulietta e Romeo« von Luigi Scevola.
Der tödliche Krieg ihrer Familien stellt die Liebe der Protagonist:innen auf die Probe: Als Romeo Julias Bruder im Kampf tötet, gerät diese zwischen die Fronten. Obwohl ihre Liebe für Romeo weiter anhält, zerren ihre Familienbande an ihr und sie trennt sich von ihm. Als ihr Vater eine Zwangsehe mit dem neuen Verbündeten Tebaldo plant, schmieden Romeo und Lorenzo einen verzweifelten Plan, um sie zu retten – doch dieser endet in einer Tragödie.
Bellini webt die großen Emotionen dieses Stoffes, von bedingungsloser Liebe bis zu tiefer Trauer, in seine Musik ein wie kein zweiter: Seine schier endlosen Melodiebögen ziehen sich wie Fäden durch den Abend, die Bellinis feine Belcanto-Technik eindrucksvoll zum Ausdruck bringen. Zudem treten durch die transparente Orchestrierung die emotionalen Nuancen seiner Charaktere in den Vordergrund.
Für die Produktion von Vincenzo Bellinis Oper kehrt Regisseur Jan Eßinger mit seinem Team nach Braunschweig zurück, wo er zuletzt für die erfolgreiche Inszenierung von Verdis »Il trovatore« auf dem Burgplatz verantwortlich zeichnete.
Aufführungsdauer: ca. 2 h 30 min, eine Pause
Content Notes: Tod, körperliche Gewalt
Sensorische Reize: Einsatz von Nebel, Rauchen auf der Bühne, Einsatz von sehr lauten Geräuschen
*»Stück und Schnack« bietet die Gelegenheit, in einer Gruppe Vorstellungen zu besuchen und anschließend bei einem Getränk mit dem:der Produktionsdramaturg:in ins Gespräch zu kommen. Alle Termine und weitere Informationen
»Dinic hält das bei fülligem Gesamtklang gut im Gleichgewicht, gibt dann wieder den uns heute etwas zu beschwingt wirkenden Massenszenen und Märschen Dynamik. Am Ende großer Applaus für alle, auch fürs Regieteam.«
»Von besonderer Klasse waren die Sängerinnen des Liebespaars, das durchweg intonationsreines Belcanto vom Allerfeinsten vorführte: Mit Romeos Partie hat sich die in Braunschweig sehr beliebte Milda Tubelytė eine weitere wichtige Partie ihres Repertoires erarbeitet. Vom ersten Ton an führte sie ihren charaktervollen Mezzosopran sicher von den tiefen volltimbrierten Passagen über die in bestem Legato geführte Mittellage bis in perfekte Höhen. Die junge Russin Nina Solodovnikova von der Deutschen Oper Berlin gab eine anrührende Giulietta und imponierte mit geradezu betörenden piani sogar in einigen Phasen in extremer Höhe.«