Rex Osterwald

Rex Osterwald

Michel Decar

Der Politiker Rex Osterwald, ein T-Rex, will Kanzler werden. Er wehrt sich gegen die infame Behauptung der »Lügenpresse«, er sei ein T-Rex. Rex vertraut lieber den Wähler:innen. Gerade in Zeiten eines harten Wahlkampfes sollen sie sich nicht vereinnahmen lassen von mieser linker Stimmungsmache … Gemeinsam mit seinen Anhänger:innen will er den Aufbruch erreichen. Hin zu einem neuen, großartigen, besseren Deutschland. Dieses ständige Mahnen und Warnen vor Gespenstern der Geschichte muss ein Ende finden. Und auch die Bevormunder:innen (ohhh … dieses ständige Gendern … Rex würde nie auf die Idee kommen zu gendern, das macht der Redakteur dieses Ankündigungstextes, der sich wohl auf der Höhe der Zeit wähnt), also auch diese Bevormundungen in Brüssel müssen in die Schranken gewiesen werden.


Rex Osterwald zeigt klare Kante! Wo bleiben die nationale Identität und das nationale Selbstbewusstsein? Wie soll man denn in diesen verweichlichten Strukturen einen Geist des Aufbruchs hervorrufen? Gegen das Establishment, gegen Clans und gegen Überfremdung!


Das Ungeheuerliche im Auftreten von Rex Osterwald liegt in seiner Unverstelltheit. Und das macht Michel Decars Monolog zu einem brisanten bis blutigen Unterfangen. In Braunschweig wird das Stück von Katharina Binder und Simon Paul Schneider, beide vom 2018 gegründeten Theaterkollektiv »Grand Guignol«, in Szene gesetzt. Ihre Arbeit, die Elemente des Kasperlespiels aufgreift, zeichnet sich durch starke Zugriffe und Setzungen aus. Genau der richtige Ansatz, um »Rex Osterwald« auf die Bühne zu bringen.

Besetzung

Regie: Katharina Binder, Simon Paul Schneider
Rauminstallation: Wolf Gutjahr
Kostüme: Emilia Schmucker
Dramaturgie: Holger Schröder


Internetpartner

Termine

So 16.03.2025
Aquarium
20:00
Rex Osterwald
Premiere