Ausweitung des Ringgebiets
Eine Installation von Iris Kleinschmidt, Eva Lochner, Franziska Pester, Stefan Schmidt & vielen anderen im Rahmen unseres »Ring«-Festivals
Der »Ring-Modulator« lädt Menschen ein, sich an der Auseinandersetzung mit Wagners Werk, seinen Themen und politischen Implikationen zu beteiligen. Entlang des Okerrings platziert er Installationen, die das, was sich um sie herum abspielt, in das Kunstwerk einbeziehen. So, wie dieser Fluss das Stadtbild prägt, Heute, Gestern und Morgen verbindend, wollen wir mit Ihnen entlang des Rings in Workshops und Stadtspaziergängen die Macht einmal installierter, Raum, Bau oder Name gewordener Mythen befragen. Eine »Schaltzentrale« im Louis-Spohr-Saal hält die Verbindung zu dieser die Stadt umarmenden Installation aufrecht. Als interaktive Oberfläche reagiert sie auf das Verhalten der Menschen. Die Macht liegt nicht allein in unserer Hand. Wir sind genauso Teil eines uns beobachtenden Systems, wie wir selber Beobachtende sind. Die Veranstaltungen sind, soweit nicht anders ausgewiesen, kostenfrei. Weitere Infos erhalten Sie im Festival-Zentrum im Großen Haus.
Garten7 und Geyso20
Jun 07 – 18, 15:00 – 18:00
Garten 7, Werkstättenweg 2, 38118 BS
Bauminstallation von Takashi Kunimoto
Jun 07 – 19
Nähe Soussebrücke
»vom Fluss aufblicken« – ein Film von Takashi Kunimoto
Jun 09 & 16, 22:00 – 24:00
Okertours Kurt Schumacherstr 26a, 5 €
Jun 10, 17:00 – 19:00, NaturFreunde Braunschweig e. V. Schrotweg 112 und Großes Haus dritter Rang
Öffentliche Intervention: wanderndes Atelier, Kuratiert von und mit Fabien Diffé
Jun 07 – 19, täglich 15:00 – 22:00
3. Rang Großes Haus
Vorbeigehen (erinnerte Lieder aus der Welt), Idee und Komposition Neha Thakar
Jun 07 – 19
Konrad Adenauer Brücke und Steintor Brücke
Zeitseil, Installation von Angela Camara Correa
Jun 07 – 19
Inselwallpark: Zeitseil – Urd
See am Steigenberger Hotel: Zeitseil – Verdandi
Cimiotti-Brunnen am Theatervorplatz: Zeitseil – Skuld
Verstrickt im Zeitseil / Was uns verbindet (meet the artist)
Jun 17, 14:00 – 17:00
Cimiotti-Brunnen am Theatervorplatz
Festspielhaus für Kinder
Kinder von 6 – 12 Jahren
Eröffnung: 10. Juni, 15:00
vor dem Haeckelschen Gartenhaus, Theaterpark
Termine: Jun 11 & 12, 15:00 – 18:00 / 12 – 16, 09 – 15:00 / 17 & 18, 10:00 – 18:00
Der Ring des Niegelungens, Vortragsperformance von Jeanne Hamilton
Jun 17, 18:00 – 19:30
Louis-Spohr-Saal
Beatbox & Loop Performance, Konzert von loopmami | mit Elizabeth Wurst
Jun 17, 20:00 – 21:00
Theatervorplatz
Fusione del Cerchio, Schweißkonzert von Torben Laib & Felix Ermacora
Jun 17, 22:30 – 23:30
am Malsaal im Theaterpark
Most Wanted »Apfelsaftpresse für die Götter«
Jun 18, 10:00 – 17:00
Theatervorplatz
Eröffnung am 10. Juni, 15:00 Uhr, vor dem Haeckelschen Gartenhaus, Theaterpark
Das Braunschweiger Performance-Kollektiv Cindy+Cate und die Bühnenbildnerin Eva Lochner befragen mit 20 Kindern die Ideen des Theatererneuers Richard Wagner.
Richard Wagner (1813–1883) ist wohl der einzige deutsche Komponist, dem je ein eigenes Festspielhaus gewidmet wurde. Wagner skizzierte ab 1850 die Idee mehrtägiger Festspiele seiner Opern. Aber erst die Förderung durch den Bayerischen Märchenkönig Ludwig II, der Wagner 1864 an seinen Hof berief, ließ aus dem Wunsch Realität werden.
München wurde dann auch als Ort eines Festspielhauses ins Auge gefasst, einen monumentalen Entwurf mit eigener Brücke über die Isar verfasste 1866 der Architekt Gottfried Semper (1803–1879). Er war, wie Wagner, Barrikadenkämpfer während der republikanischen Dresdner Mairevolution im Jahr 1849.
Was aber findet sich noch von Richard Wagners ehemaliger, früh-demokratischer Überzeugung in seinem Festspielhaus, das in wesentlich bescheidener Form dann am 13. August 1876 in Bayreuth mit den ersten Festspielen eingeweiht werden konnte? Anders gefragt: Ist »Bayreuth« nicht längst das Synonym für ein elitäres Spektakel, das gesellschaftliche Grenzen eher zementiert, als sie zu überwinden versucht? Was blieb von dem Nimbus eines Erneuerers des Musiktheaters und seiner Architektur, von Wagners Vorstellung eines allumfassenden Gesamtkunstwerkes? Und: was bedeutet Wagners Antisemitismus und seine Instrumentalisierung durch das NS-Regime für unseren heutigen Umgang mit seinem Werk?
Mit dem Projekt »Ein Festspielhaus für Kinder« möchte das Junge! ein Theater für eine Stadtgesellschaft aus der Perspektive von jungen Menschen neu erfinden. Dabei ersetzen wir die Idee eines »Universalgenies«, wie sich Wagner empfand, durch das Kollektiv von jungen Menschen und Künstler:innen. Wie soll unser Theater aussehen? Wie möchten wir uns dort fühlen? Wie spielen wir selber gern Theater und wie macht es uns Spaß, zu sehen? Wen möchten wir mitnehmen? Aus all diesen Erfahrungen entsteht ein »Ein Festspielhaus für Kinder« als Parcours im Theaterpark am Staatstheater Braunschweig: von jungen Menschen, für junge Menschen.
Besetzung:
Idee: Iris Kleinschmidt
Künstlerische Leitung: Iris Kleinschmidt, Julius Brockmann und Emily Warringsholz
mit Cindy+Cate
Ausstattung: Eva Lochner
Das Projekt »Ein Festspielhaus für Kinder« wird gefördert durch »Zur Bühne« das Förderprogramm des Deutschen Bühnenvereins im Rahmen von »Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung«.
Letzte Aufführung:
So
18.06.2023