von Stanisław Lem
Deutsch von Irmtraud Zimmermann-Göllheim
In einer Bühnenfassung von Alexandra Holtsch und Eva Bode
Solaris ist ein fast vollständig von Wasser bedeckter Planet. Die Menschheit vermutet, dass er ein Lebewesen mit eigener Intelligenz ist. Doch selbst nach hundert Jahren gibt es darüber keine klaren Erkenntnisse. Als der Psychologe Kris Kelvin die Solaris-Forschungsstation besucht, zeigt sich ihm ein verstörendes Bild: Ein Bordmitglied hat Suizid begangen, die anderen sind in einem merkwürdigen Zustand psychischer Labilität. Außerdem scheinen sich weitere fremde Wesen in der Station aufzuhalten.
Stanisław Lems Roman aus dem Jahr 1961 ist ein Meisterwerk der Science-Fiction-Literatur. Der blubbernde Planet scheint in der Lage, die Menschen mit eigenen Schulderfahrungen zu konfrontieren. Dies muss auch Kris Kelvin erfahren, als ihm sein lang verstorbener Freund Harey begegnet, an dessen Suizid er sich mitschuldig fühlt.
Lem gelingt es, mit den Mitteln eines scheinbar trivialen Genres große menschliche Fragen anzustoßen: Warum sind wir gefangen in unseren Ängsten und unfähig, Grenzen zu überwinden, die dadurch gesetzt sind? Regisseurin Alexandra Holtsch wird den Roman als spielerischen, aber auch philosophisch abgründigen Weltraum-Trip ins »Aquarium« bringen.
Aufführungsdauer: ca. 1 h 50 Min, keine Pause
Content Note: Es werden Gewalt und Suizid thematisiert.
Bitte beachten Sie auch unsere weiterführenden Hinweise im Bereich Barrierefreiheit (Sensorische Reize und Content Notes).
*»Zugang Bühne« ist ein Angebot, Theater neu zu entdecken. Durch Gesprächsformate, Workshops und gemeinsame Theaterbesuche entsteht ein Safe Space des Austauschs, der Gemeinschaft und der Teilhabe. Menschen mit Migrationsgeschichte und ihre Verbündeten, die Interesse haben, sich anders mit Theater auseinanderzusetzen, sind eingeladen, Theaterräume zu betreten und sie sich zu eigen zu machen. Alle Termine und weitere Informationen
»Das Bühnenbild von Wolf Gutjahr und Ausstatterin Sabine Mader ist ein Wurf. Eine Reihe retrofuturistischer Apparaturen deutet auf die Entstehungszeit des Romans 1961 hin. Eine üppige, bildstark, aber nicht inflationär bespielte Projektionsfläche bildet den Hintergrund. Und in einem weiteren, fensterartigen Projektionsoval flutet fortwährend die dunkle Unendlichkeit des geheimnisvollen Ozeans.«