©Bettina Stoess
 
Staatsorchester

1. Sinfoniekonzert

 
Termine
Montag, 23.09.2019
20:00 Uhr, Stadthalle
Einführung 19:15 Uhr
Gewählter Termin close

Sonntag, 22.09.2019 um 11:00 Uhr

Stadthalle

Einführung 10:15 Uhr

mit Kinderbetreuung (ab 3 Jahren)  |  Anmeldung bis 20.09.: besucherservice@staatstheater-braunschweig.de

Zyklus Bauhaus

 

Arnold Schönberg / Josef Albers
Fünf Orchesterstücke op. 16 / Hommage to the Square

Sergei Rachmaninow
Klavierkonzert Nr. 2 c-Moll op. 18

Dmitri Schostakowitsch
Sinfonie Nr. 1 f-Moll op. 10


Musikalische Leitung Nazanin Aghakhani
Solistin (Artist in Residence) Olga Scheps, Klavier

 

Weller für Okerwelle: Das Interview mit Orchesterdirektor Martin Weller zum 1. Sinfoniekonzert finden Sie hier.

 

 

Das 1. Sinfoniekonzert beginnt mit einer spannenden Wechselwirkung: Zur visuellen Wirkung der berühmten Serie »Hommage to the Square« des Bauhaus-Meisters Josef Albers treten die revolutionären »Fünf Orchesterstücke« seines musikalischen Zeitgenossen Arnold Schönberg. »Insbesondere Klang und Stimmung« würde man in seiner neuen Komposition finden, versprach Schönberg 1909. Es sei »keine Architektur, kein Aufbau. Bloß ein bunter ununterbrochener Wechsel von Farben, Rhythmen und Stimmungen«. Während Schönberg in seinen Orchesterminiaturen nicht nur die formale Einheit, sondern auch die Dur-Moll-Tonalität verlässt, um neue Parameter wie die Klangfarbe auszuloten, bringt Albers in seinen prominenten Quadratschachtelungen unterschiedliche Farben in interaktive Wechselwirkung.

 

Als Ergebnis einer großen Schaffenskrise wiederum präsentiert sich Rachmaninows 2. Klavierkonzert. Der Komponist, dem die Erfolge zuvor in den Schoß gefallen waren, zeigte sich durch die Ablehnung seiner 1. Sinfonie tief verunsichert. Eine Hypnose-Therapie des Neurologen Dahl sollte helfen. »Ich hörte die gleichen hypnotischen Formeln Tag für Tag wiederholt, während ich schlafend in Dahls Behandlungszimmer lag. ›Du wirst dein Konzert schreiben … Du wirst mit großer Leichtigkeit arbeiten … Das Konzert wird von exzellenter Qualität sein …‹«, erinnerte sich Rachmaninow – und widmete sein 2. Klavierkonzert zum Dank dem heilenden Arzt.

 

Wenn auch nicht als Wiederaufstieg aus der Krise, so doch als Beginn einer weiteren Schaffensserie ist abschließend Schostakowitschs Kompositionsexamenswerk zu deuten: die erste Sinfonie aus den Jahren 1924/25. Obwohl noch einigen musikalischen Einflüssen à la Petruschka oder Tschaikowsky verpflichtet, etabliert sie vor allem in der Groteske des Scherzos und der Verinnerlichung des langsamen Satzes eine eigene charakteristische Stimme, die den Auftakt für 14 weitere Sinfonien des Komponisten bildet.

 

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