©Thomas Maximilian Jauk
 
Staatsorchester

10. Sinfoniekonzert

 
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Sonntag, 16.06.2019 um 11:00 Uhr

Stadthalle

Einführung 10:15 Uhr

mit Kinderbetreuung (ab 3 Jahre), Anmeldung bis 11.06.: besucherservice@staatstheater-braunschweig.de

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Sonntag, 16.06.2019
11:00 Uhr, Stadthalle
Einführung 10:15 Uhr

mit Kinderbetreuung (ab 3 Jahre), Anmeldung bis 11.06.: besucherservice@staatstheater-braunschweig.de

Montag, 17.06.2019
20:00 Uhr, Stadthalle
Einführung 19:15 Uhr

Zyklus Oper im Konzert / Zyklus Tschaikowsky

 

Siegfried Wagner
Vorspiel zu »Sonnenflammen«

Peter I. Tschaikowsky
Violinkonzert D-Dur op. 35

Johannes Brahms
Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98

Musikalische Leitung: Srba Dinić
Solist: Roman Simović

Obgleich er weitaus mehr Opern komponiert hat als sein Vater, konnten sich die Werke Siegfried Wagners bis heute nicht auf den Spielplänen etablieren – zu verworren die Handlungen, kompositorisch nicht das Genie des Vaters und von der Familie aufgrund seiner Homosexualität kleingehalten. Die Ouvertüre seiner achten Oper »Sonnenflammen« jedoch überrascht mit weitläufigen Gesten, lyrischen Phrasen, die mit beinah folkloristischen Figuren unterbrochen werden und hier Dvořák oder Siegfrieds Lehrer Humperdinck assoziieren lassen, und nicht zuletzt mit einer Reihe steigender Kadenzen am Ende, die ihr Vorbild im »Parsifal« gehabt haben mag.

»In solchem Gemütszustand verliert das Schaffen gänzlich das Gepräge der Arbeit«, schrieb Peter Tschaikowsky 1878 euphorisch seiner Mäzenin Nadeschda von Meck. Wie im Rausch arbeitete er am Genfer See an seinem Violinkonzert, das pure Lebensfreude ausdrücken sollte. Dass er die noch einmal fühlen würde, mag an Iosif Kotek gelegen haben. Die Leidenschaft für den jungen Violinisten verwandelte den Kompositionsprozess nahezu in einen Rausch. Dieser war es auch, der später von Musikkritikern wie dem beinahe übermächtigen Eduard Hanslick in der Violinstimme erkannt und aufs Schärfste angekreidet wurde: Das Soloinstrument spiele nicht mehr, sondern würde nur noch »zausen, zupfen und bläuen«. Tatsächlich ist das Werk technisch derart anspruchsvoll, dass es zunächst für unspielbar gehalten wurde. Was Tschaikowsky aber hier zum Ausdruck bringt, sind seine eigene Zerrissenheit, seine Verzweiflung, sein Schmerz und seine neu gefundene Freude am Leben.

Den Abschluss gibt Brahms‘ vierte und letzte Sinfonie, die vielleicht seine bedeutendste ist – hatte sich der Komponist doch anfangs mit dieser Gattung schwergetan, lässt die »Vierte« davon nun weder vom Inhalt noch im kompositorischen Anspruch etwas erahnen.

 

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