©Thomas Maximilian Jauk
 
Staatsorchester

6. Sinfoniekonzert

 
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Montag, 18.02.2019 um 20:00 Uhr

Stadthalle

Einführung 19:15 Uhr

Aktuell keine Termine geplant.

Termine

Zyklus Komponistinnen

 

Fanny Hensel
Ouvertüre C-Dur

Joseph Haydn
Oboenkonzert C-Dur

Anton Bruckner
Sinfonie Nr. 3 d-Moll WAB 103

Musikalische Leitung: Gerd Schaller
Solist: Salomo Schweizer, Oboe

Mit dem 6. Sinfoniekonzert beginnt eine neue Reihe des Staatsorchesters Braunschweig, die den Blick auf Komponistinnen der Musikgeschichte richtet. Sie nimmt ihren Anfang bei Fanny Hensel, der älteren Schwester Felix Mendelssohn Bartholdys. Wie ihr Bruder galt auch Fanny früh als musikalisch hochbegabt, was ihre Eltern durch eine gemeinsame Ausbildung der Geschwister zu fördern wussten. Doch bereits mit 15 Jahren erhielt Fanny von ihrem Vater die vernichtende Aussage: »Die Musik wird für ihn [Felix] vielleicht Beruf, während sie für Dich stets nur Zierde, niemals Grundbass Deines Seins und Tuns werden kann und soll.« Für Fanny Hensel war die Rolle der Ehefrau und Mutter vorgesehen – eine Publikation ihrer Werke wurde ihr untersagt, bis auf wenige Ausnahmen, die ihr Bruder unter seinem Namen veröffentlichte. So fand Fanny Hensel nur in den familiären »Sonntagskonzerten« die Chance, ihre Stücke vor Publikum zu präsentierten. Die dortigen Aufführungsmöglichkeiten jedoch inspirierten sie zur Komposition größer besetzter Stücke wie ihrer ersten und einzigen Ouvertüre in C-Dur, die sie in diesem Rahmen 1832 und unter ihrer eigenen Musikalischen Leitung zur Uraufführung brachte.

Mit Fanny Hensels Geschichte verbinden sich im Folgenden die beiden anderen Werke des Konzertes: Während es das Schicksal des Oboenkonzerts in C-Dur ist, bis heute fälschlicherweise Joseph Haydn zugesprochen zu werden, da sein wahrer Schöpfer im Dunkeln liegt, entstand Anton Bruckners dritte Sinfonie ebenfalls in strenger Abhängigkeit. Zwar war Bruckner hier nicht familiär gebunden, jedoch künstlerisch durch seine Anbindung an Richard Wagner. So war es sein größtes Anliegen, die Sinfonie seinem Idol Richard Wagner zu widmen. Eigens zu diesem Ziel wob Bruckner in die Urfassung explizite Zitate Wagners ein und reiste anschließend nach Bayreuth, um vom »Meister« die Erlaubnis zur Dedikation zu erhalten – die »einzige, aber auch größte Auszeichnung«, die er für seine Sinfonie verlangte.

 

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