©THOMAS.M.JAUK
 
Staatsorchester

7. Sinfoniekonzert

 
Gewählter Termin close

Montag, 18.03.2019 um 20:00 Uhr

Stadthalle

Einführung 19:15 Uhr

Alle Termine
Sonntag, 17.03.2019
11:00 Uhr, Stadthalle
Einführung 10:15 Uhr

mit Kinderbetreuung (ab 3 Jahre), Anmeldung bis 15.02.: besucherservice@staatstheater-braunschweig.de

Montag, 18.03.2019
20:00 Uhr, Stadthalle
Einführung 19:15 Uhr

 

Gustav Mahler
Sinfonie Nr. 3 d-Moll

Musikalische Leitung: Srba Dinić
mit dem Chor, Extrachor und Kinderchor des Staatstheaters Braunschweig und dem KonzertChor Braunschweig

»Nun aber denke Dir ein so großes Werk, in welchem sich in der Tat die ganze Welt spiegelt – man ist, sozusagen, selbst nur ein Instrument, auf dem das Universum spielt«, schrieb Gustav Mahler im Sommer 1896 an seine Geliebte, die Sopranistin Anna von Mildenburg. Ein Spiegel der Welt – das ist zugleich großer philosophischer Entwurf und Hinweis auf die enorme Dimension dieser dritten Sinfonie Mahlers.

Ursprünglich sollte seine Sinfonie diesem Entwurf entsprechend mit der Schöpfung beginnen, »fast nur Naturlaute« seien es nach eigener Aussage. In völliger Abgeschiedenheit am Attersee entstand eine musikalische Erlösungsgeschichte mit einem unerschöpflichen Reichtum an Klängen; als Überschrift für die gesamte Sinfonie hatte Mahler einst gewählt: »Vater, sieh die Wunden mein, niemand soll verloren sein«. Auch teilte er in seinen Notizen das Werk in zwei programmatische Abteilungen, die vom poetisch-metaphysischen Gehalt zeugen: »Einleitung: Pan erwacht / Nr. 1: Der Sommer marschiert ein (Bacchuszug)« und »Nr. 2: Was mir die Blumen auf der Wiese erzählen. / Nr. 3: Was mir die Tiere im Walde erzählen. / Nr. 4: Was mir der Mensch erzählt / Nr. 5: Was mir die Engel erzählen / Nr. 6: Was mir die Liebe erzählt«. Laut Mahler drückt diese Satzfolge die »Stufenreihe der Wesen« aus und zeugt von seiner starken Reflexion von Philosophen wie Nietzsche.

Wie persönlich diese Dritte ist, erkannte auch Arnold Schönberg: »Ich habe Ihre Seele gesehen, nackt, splitternackt«, schrieb er an Mahler, nachdem er die Sinfonie gehört hatte. »Sie lag vor mir wie eine wilde, geheimnisvolle Landschaft mit ihren grauenerregenden Untiefen und Schluchten und daneben heitere, anmutige Sonnenwiesen, idyllische Ruheplätze [...]. Ich glaube, ich habe Ihre Sinfonie empfunden. Ich fühlte ein Kämpfen um die Illusionen; ich empfand den Schmerz des Desillusionierten, ich sah böse und gute Kräfte miteinander ringen [...]. Ich spürte einen Menschen, ein Drama, Wahrheit, rücksichtsloseste Wahrheit.«

 

keyboard_arrow_up

Die Veranstaltung wurde vorgemerkt

↦ Zu meinen gemerkten Veranstaltungen gehen
↦ Hinweis schließen