© Ursula Kaufmann |
 
Tanztheater

All You Need is Less

 
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Freitag, 07.01.2022 um 19:30 Uhr

Großes Haus

ENTFÄLLT!

Dreiteiliger Tanzabend von Henrietta Horn, James Wilton und Rainer Behr

Musik von Philip Glass, Steve Reich und Gavin Bryars
mit dem Staatsorchester Braunschweig

Uraufführung

 

Im Schnitt besitzt jede deutsche Familie 10.000 Dinge. Vor hundert Jahren waren es noch 180. Die materielle Mengensteigerung ist mittlerweile jedoch nicht nur ein Zeichen des Wohlstands, sondern weist auch negative Seiten auf. Ungerechte Verteilung, Umweltschäden und die steigende Zahl von psychischen Krankheiten machen längst die Gleichung von Wohlstand und qualitativem Fortschritt zunichte. Denn: Zufriedenheit scheint nicht unweigerlich mit der materiellen Ausstattung zusammenzuhängen. Minimalismus stellt eine Art Gegenbewegung zu Konsum und Materialismus dar; der bewusste Verzicht schafft Raum für das Wesentliche. Wer wenig besitzt, muss sich auch um weniger kümmern, hat dafür aber mehr Platz, Zeit und Geld. Indem wir unsere Aufmerksamkeit von den Dingen abziehen, konzentrieren wir uns innerlich und auch im Außen auf das, was wichtig ist. Und das kann glücklich machen.

 

Mit der Frage, was wir wirklich brauchen, beschäftigen sich an diesem Tanzabend die drei Choreograf:innen Rainer Behr, James Wilton und Henrietta Horn, die zu Minimal Music von Philip Glass, Gavin Bryars und Steve Reich eine Bestandsaufnahme der Dinge zeichnen.

 

Zur Audioeinführung von Ira Goldbecher | 9 Minuten

 

Aufführungsdauer: ca. 2 Stunden, eine Pause

 

Hinweis: Bitte beachten Sie unser Schutzkonzept, um Sie und andere vor Infektionskrankheiten zu schützen. Alle Informationen rund um Ihren Theaterbesuch und die für den Besuch benötigten Nachweise finden Sie hier. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir Sie nur bei uns empfangen können, wenn Sie zur Einhaltung dieser Maßnahmen bereit sind. Vielen Dank!

 

Pressestimmen

»Am Rande des Abgrunds entsteht neue Fülle. Die Tänzerinnen und Tänzer der Braunschweiger Company starten in ihr dreiteiliges Abenteuer, in denen sie sich drei prägnant voneinander unterschiedenen choreographischen Handschriften perfekt anverwandeln… In Henrietta Horns Studien „Unruh I-IV“ sieht man im unerbittlich repetitiven Takt der Minimal Music Philipp Glass’ und zwischen den raumverändernden Paravents eine ganze Gesellschaft sich immer wieder neu formieren. James Wilton hat seine Choreografie »Cell« als Paraphrase des Platonschen Höhlengleichnisses konzipiert. Und Rainer Behrs Stück schlägt in den Bann, bezaubert in seiner kargen Poesie und existentiellen Härte. Mehr brauchen wir nicht.«

»Rainer Behr hat hier 40 Minuten großes, emotionales Tanztheater choreografiert. Immer wieder hört man das Klatschen der Arme gegen die Körper, herabsinkende Scheinwerfer verengen den Bühnenraum zunehmend, einige Tänzer:innen verkriechen sich unter dem schwarzen Linoleumboden, der dann durch ihre Körper wellenbrüchig hervorbricht, als wäre die Welt dem Ende nah… Ein fulminanter (dreiteiliger) Tanztheaterabend… alles live begleitet vom Staatsorchester Braunschweig unter der präzisen musikalischen Leitung von Alexis Agrafiotis«.

»Die Tänzerinnen und Tänzer des Braunschweiger Ensembles präsentieren die unterschiedlichen Choreografien in beeindruckender Weise. Ein bemerkenswerter Tanzabend.«

 

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