©Bettina Stoess
 
Musiktheater

Burgplatz Open Air 2019: Nabucco

 
Termine
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Einführungsmatinee

Sonntag, 11.08.2019 um 12:00 Uhr

Burgplatz

Zählkarten erhalten Sie ab dem 06.08.2019 um 10 Uhr an der Theaterkasse im Großen Haus.

Aktuell keine Termine geplant.

Dramma lirico in vier Teilen von Giuseppe Verdi
Libretto von Temistocle Solera

 

Jerusalem und Babylon 587 v. Chr: Der babylonische König Nebukadnezar alias Nabucco hat Jerusalem eingenommen, doch noch haben die besiegten Hebräer Hoffnung: Ihr Hohepriester hält Nabuccos Tochter Fenena gefangen. Deren Schwester Abigaille erhebt Anspruch auf den Thron und den Hebräer Ismaele, den beide Schwestern lieben. Als sie jedoch erfahren muss, dass sie weder die leibliche Tochter von Nabucco ist noch ihre Gefühle von Ismaele erwidert werden, wandelt sich Abigailles Schmerz in blinde Wut: Sie will Nabucco, Fenena, Ismaele und das gesamte Volk Israel vernichten.

Mit »Nabucco« gelang Giuseppe Verdi 1842 der Durchbruch als Opernkomponist, sprach er mit seinem Stoff doch den Italienern aus der Seele. Seitdem hat das Werk nichts von seiner mitreißenden Energie eingebüßt, die weit über die Strahlkraft des zur Hymne avancierten Gefangenenchors »Va, pensiero« (»Flieg, Gedanke«) hinausgeht. Mit hochemotionaler Musik zeichnet Verdi zum Bersten gespannte Figuren, die nur Extreme kennen und sich selbst in einem Strudel aus Liebe, Hass und Eifersucht verlieren, während sie das Schicksal ganzer Völker aufs Spiel setze

 

Hinweise: Im Finale des 1. Aktes (nach ca. 40-45 Minuten Spieldauer) ist für eine Dauer von ca. 2 Minuten ein Pferd auf der Bühne. Das Tier wird vor jeder Vorstellung geduscht, sodass für Allergiker*innen keine Gefahr besteht.
 

Bitte fragen Sie an der Theaterkasse nach Hörplätzen, da diese nicht im Ticketshop erhältlich sind.

 

Das Burgplatz-Paket 2019

Burgplatz-Menü
Buchen Sie zusätzlich zu den Tickets für das neue Burgplatz Open Air »Nabucco« vorab ein exklusives 3-Gänge-Menü im Restaurant Al DUOMO direkt am Burgplatz. Die Tische sind für alle Abendvorstellungen erhältlich und jeweils ab 17:30 Uhr für Sie reserviert. Sie können zwischen einer vegetarischen Variante, einem Fleisch- und einem Fischgericht wählen. Das Menü beinhaltet keine Getränke. Eine Buchung ist nur nach Verfügbarkeit möglich.
3-Gänge-Menü vegetarisch: 26,50 € // 3-Gänge-Menü Fleisch/Fisch: 33,50 € // Zu den Menüs ...


Burgplatz-Führung
Sie wollten schon immer einmal etwas über die Geschichte des Burgplatz Open Air erfahren, die Arena anschauen, bevor das Publikum sie betritt, und dem Soundcheck lauschen? Dann buchen Sie jetzt Ihre Karten für eine exklusive Führung auf dem Burgplatz-Gelände und blicken Sie hinter die Kulissen dieses besonderen Events.
Die Führungen finden an folgenden Terminen statt:
Sonntag, 18.08. | Dienstag, 20.08. | Sonntag, 25.08. | Freitag, 30.08. | Samstag, 31.08.2019
Dauer: ca. 30 Minuten
Start: 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn
Kosten: 5,00 € pro Person

Tickets für das Burgplatz-Menü sowie die Burgplatz-Führung können nur gekoppelt mit einem »Nabucco«-Ticket erworben werden. Bitte nutzen Sie die Terminübersicht im Webshop; Sie können im weiteren Buchungsvorgang die Zusatzangebote auswählen. 

 

Pressestimmen

»Der berühmte Gefangenenchor ›Va pensiero‹ (Flieg Gedanke) wird auch in Braunschweig zum Mittelpunkt der Oper ›Nabucco‹. Generalmusikdirektor Srba Dinic nimmt die sicher intonierenden Chöre des Staatstheaters auf dem Burgplatz ganz zurück, leise und zart wagen sie als gefangene Hebräer so ihren Traum von Freiheit auszusingen, bis sie sich zu einem siegesgewissen Forte steigern. Aber gerade der leise Einstieg geht unter die Haut, und auch die Himmel weinen am Premierenabend mit den Geknechteten und lassen erst leisen Nieselregen, dann eine starken Guss auf die Open-Air-Gemeinde niedergehen. Schweißte Publikum und Künstler nur um so mehr zusammen bei dieser Premiere. […] Die Sänger zeigen hier große Charakterisierungskunst. Insbesondere Ivan Krutikov als Nabucco ist ein glänzender Darsteller, dem die Qualen als abgesetzter, sich zu neuer Stärke und Überzeugung durchringender König anzusehen sind. Wie er da als vom Schlag getroffener, verwirrter Tragöde mit zerzausten Haaren die Treppe raufrobbt, das lässt selbst mit diesem zunächst grausamen Herrscher Mitleid aufkommen. Und mit farbenreichem, machtvoll aufgehendem Bariton beglaubigt er die Wandlungen auch sängerisch eindrucksvoll. Eine herzergreifende Stimme. Wenn er inmitten eines Davidsterns aus Licht sich zuletzt selbst zum Gott der Hebräer bekennt, ist das auch szenisch packend. […]  Yulianna Bawarska hat als Abigaille ihre stärkste Szene, wenn sie sich einstiger Zurücksetzung und verlorener Liebe erinnert, da gelingen so schöne, weiche Töne, während sie dann wieder mit Tonsprüngen und dramatischen Spitzen ihre Rache aussingt. In solchen Szenen ist Verdi die Form sprengender Musikdramatiker. Dinic und das Staatsorchester zeigen große Sensibilität für diese lyrischen und dramatischdifferenzierten Charaktermomente. Sie scheuen freilich auch die große meist chorische Emphase nicht. […] Rainer Mesecke singt ebenso bassfüllig den Baalspriester, Michal Proszynski mit feinem lyrischen Tenor Nabuccos getreuen Abdallo und Jelena Bankovic mit ihrem herrlichen Sopran überbesetzt die Minirolle der Anna. Am Ende langer, jubelnder Applaus für alle.«

»Alle Gegensätze und Meinungsverschiedenheiten sind bei Schreiber zwei Seiten derselben menschlichen Medaille. In Braunschweig sind daher fast alle Figuren gleichzeitig Hebräer und Babylonier: Die Kostüme von Ausstatterin Corinna Gassauer kennzeichnen sie als zerrissene und doch vollständige Menschen – jeder ist in Kleidung, Barttracht und Gesichtsfarbe jeweils genau zur Hälfte das eine wie das andere. Gesinnung ist Zufall […] Regisseur Schreiber zeigt, dass es die äußeren Umstände sind, die einen Menschen in das eine oder andere Extrem treiben können. Das Schicksal ist bei ihm nicht mehr als Zufall. Umso tragischer treten davor die lebensbedrohlichen Schwierigkeiten hervor, in denen sich die Figuren verfangen. Einzig die Königstochter Abigaille, der die Sopranistin Yulianna Bawarska glühende Eindringlichkeit verleiht, verfolgt ihren persönlichen Rachefeldzug als ungeliebtes Kind. Sie bleibt auf der Strecke, wenn die Zeichen endlich auf Versöhnung stehen. […] Das Staatsorchester Braunschweig bewährt sich unter Leitung von Srba Dinic aber ebenso wie der überwiegend sichere Opernchor jederzeit als verlässlicher Treiber der musikalischen Dramatik.«


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Besetzung am 11.08.2019
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