Die Passagierin | ©Thomas M. Jauk/Stage Picture
 
Musiktheater

Die Passagierin

 
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Samstag, 13.04.2019
19:30 bis 22:30 Uhr

Großes Haus

Einführung 18:45 Uhr

Aktuell keine Termine geplant.

Termine

Oper in zwei Akten, acht Bildern und einem Epilog von Mieczysław Weinberg
Libretto von Alexander Medwedew
nach der gleichnamigen Novelle von Zofia Posmysz
mehrsprachig mit deutschen Übertiteln

Zum Rahmenprogramm von »Die Passagierin« ...

 

»Wenn eines Tages eure Stimmen verhallt sind, dann gehen wir zugrunde«, ruft die Protagonistin Marta sich und allen ZuhörerInnen am Ende der Oper ihre Verantwortung ins Gedächtnis. Weinbergs »Die Passagierin« ist ein eindringliches Mahnmal gegen das Verschleiern und Vergessen. Basierend auf der autobiografischen Novelle von Zofia Posmysz erzählt sie die Geschichte der ehemaligen KZ-Aufseherin Lisa, die auf einer Schiffsreise meint, ihre einstige Insassin Marta zu erkennen. In ihrer Konfrontation mit der eigenen Vergangenheit muss sich nicht nur Lisa mit ihren Schuldgefühlen und den verdrängten Geschehnissen auseinandersetzen.

Aufführungsdauer: ca. 3 Stunden inklusive Pause

Begleitmaterial für PädagogInnen sowie Workshopangebote erhalten Sie auf Anfrage beim Jungen Staatstheater unter theaterfieber@staatstheater-braunschweig.de


Zofia Posmysz, Autorin von »Die Passagierin« im Interview auf unserem youtube-Kanal ...

 

Pressestimmen

»Regisseur Dirk Schmeding macht die Überfahrt der Kriegsüberlebenden in eine neue Wohlstandszeit mit dem Gepäck der Geschichte am Staatstheater Braunschweig zu einem packenden Seelendrama. Denn die Handlung der Oper von Mieczyslaw Weinberg nach einer Novelle der KZ-Überlebenden Zofia Posmysz beleuchtet sehr genau das Schuldigwerden und Verdrängen der Menschen im Nationalsozialismus und danach. Sie ist kein Dauerlamento, sondern schildert die Überlebensstrategien der Opfer wie der Täter. Kunstvoll durchmischen sich dabei die Sphären, Gegenwart und Vergangenheit. […] Kudryavtseva singt Marta in ihrer Muttersprache, gibt ihrem so weichen wie fülligen Sopran warmen menschlichen Klang. Unter den Häftlingen kommt es immer wieder zu innigen Momenten gegenseitiger Hilfe und Stärkung. Mit dunklem Alt betet Zhenyi Hou als Bronka. Mit sehr klarem Sopran singt Anat Edri die kleine Yvette, die den älteren Mitgefangenen für die Zeit nach dem Krieg Französisch beibringen will. Während Ivi Karnezi als Katja mit harter Stimme ihre Nichtergebung demonstriert. Friederike Harmsen singt mit schön tiefen Mezzotönen Hannahs Lied von Thessaloniki, das sie als Jüdin nie wiedersehen werde, und wird von Marta in ein sehr weiches Duett zu ruhigen tiefen Streichern gezogen. […] Dorothea Spilger zeigt als Lisa einen großen, ausgeglichen strömenden Mezzo mit satter Tiefe, spielt exzellent, ein großer Gewinn fürs Ensemble. Chor und Solisten ergänzen prima, das Orchester spielt hochmotiviert. Christopher Lichtenstein am Pult zaubert mit den Farben, sorgt mit dem oft eher dunklen Grundklang für sehr gute Textverständlichkeit und dreht bei den Ballszenen gehörig schrill auf. […] Großer Beifall für alle.« 

Besetzung am 13.04.2019
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