Einsame Menschen | ©Thomas M. Jauk/Stage Picture
 
Schauspiel

Einsame Menschen

 
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Donnerstag, 24.01.2019 um 19:30 Uhr

Kleines Haus

Einführung 19:00 Uhr

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Termine

Gerhart Hauptmann

 

Johannes und Käthe Vockerat haben sich nach der Geburt ihres Sohnes aus dem intellektuellen Großstadtleben verabschiedet und ein Haus am See gemietet. Der Rückzug ins Private stellt ihre Ehe auf den Prüfstand. Als die Studentin Anna Mahr auftaucht und Johannes sich von ihr angezogen fühlt, wird aus dem Kurzbesuch ein längerer Aufenthalt und die Fragen nach den Werten der Zweisamkeit stellen sich neu. Schränkt die Ehe den Menschen ein? »Welche Dinge sind augenblicklich die wichtigsten in der Welt?« Was ist Liebe, was Freundschaft?

Aufführungsdauer: ca. 2 Stunden, keine Pause

 

Pressestimmen

»Die jungen Schauspieler treffen durchweg exzellent den Ton ihrer Figur, da wirkt alles natürlich, selbstverständlich, heutig, jede Leidenschaft, von Demut bis Aggression und Verzweiflung, glaubhaft. [...] Das Haus des jungen Ehepaars Käthe und Johannes Vockerath gleicht einem Altarretabel, dreiflügelig, zweistöckig und so schmal, dass zwei Personen darin kaum aneinander vorbeibalancieren können. Ein einengender Familienschrein, den Johannes mit der zu Besuch hereinschneienden Studentin Anna Mahr ein ums andere Mal verlässt, um dahinter in einem stoffüberspannten Kletternetz quasi in den Wolken ihrer Träume zu hängen.

Spielerisch hat die schmale Auftrittsfläche noch die Konsequenz, dass die Figuren ihre in voller Emotion gesprochenen Sätze oft nebeneinanderstehend ins Publikum richten statt zum Partner. Und alle anderen stehen dabei. Einsame Menschen, selbst im Dialog. [...]  Vanessa Czapla zeigt in schöner Integrität die Facetten des raffinierten Eindringlings Anna, die Johannes von den anderen isoliert, aber auch dessen Frau Käthe becirct und dabei zuweilen überrascht ihre Erfolge abzuschätzen scheint. [...] Isabell Giebeler gibt mit oft fragendem Ton anrührend die Pastorentochter Käthe, die sich schuldig fühlt für alles, auch für Johannes' Abkehr. [...] Cino Djavid spielt ihn mit allen Ausbrüchen, Schroffheiten, Selbstzweifeln eines an der Etablierung leidenden ewigen Studenten zwischen ehelicher Zärtlichkeit und spürbar letztem Ausbruchsversuch mit weicher Grundverstörung. Davon hebt sich die bodenständige Lethargie von Robert Prinzler als sein Loser-Freund Braun gut ab. Und klug sind die Rollen von Johannes' Eltern bei Tobias Beyer zu einem modernen Großvater zusammengezogen, der mit einem Baby umzugehen weiß und sich aus den Beziehungsproblemen der Jungen zunächst raushalten will.«

Besetzung
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