©Björn Hickmann/ stage picture
 
Schauspiel

FOMO oder Ich war nicht da als es geschah

 
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Donnerstag, 23.05.2019
21:00 bis 22:45 Uhr

Aquarium

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Überzeugungstäter III
Uraufführung

 

Wir sind jung, intelligent, privilegiert und verdammt schön. Wir nehmen alles, was wir kriegen können. Sky is the limit. Wir allein sind verantwortlich für unsere Zukunft, so das Versprechen. Aber ein Moment der Unwachsamkeit und zack, hast du die eine Chance verpasst, die alles verändert hätte - „Fear of Missing Out“ (kurz: FOMO) als Grundzustand. Wir wachsen in eine Welt hinein, in der Einkommen ungleicher werden, Berufsperspektiven prekärer, die globale Politik instabiler und in der Sechszehnjährige  gegen den Klimawandel kämpfen, weil sie das Vertrauen in die Erwachsenen verloren haben. Neue Formen von Angst und permanentem Stress werden uns als Freiheit verkauft – aber habe ich als gut ausgebildete Person mit deutschem Pass in einem der reichsten Länder der Welt überhaupt das Recht, mich zu beschweren?

Die junge Regisseurin Rebekka David fragt mit drei Performer*innen und drei Schauspieler*innen nach neoliberalen Visionen, paranoiden Weltverschwörungstheorien, unverrückbaren Fakten und der Wahrheit im Warteraum dazwischen. Eines haben scheinbar alle Blicke auf die Zukunft gemeinsam: Es gibt keinen Grund zur Entwarnung. 

Eine Kooperation mit der HBK-Braunschweig und der HMTM Hannover

Aufführungsdauer: ca. 1 Stunde und 50 Minuten, keine Pause

 

Pressestimmen

»›Generation Schneeflocke‹ wird in den USA eine akademische Jugend genannt, die geprägt ist durch Verletzlichkeit und Angst vor dem Leben außerhalb ihrer Schutzzonen an Schulen und Universitäten. Und vor der Zukunft. Womit wir beim Thema wären. Die sechs Schauspiel-Studenten aus Braunschweig und Hannover, die zum Auftakt der »Thementage Zukunft« im Staatstheater aufspielten, nannten ihr Stück »Fomo«. Das ist eine Abkürzung für »Fear of missing out« (Die Angst, etwas zu verpassen). Diese Angst, schreiben sie im Beipackzettel, sei »der Grundzug einer ganzen Generation«. […] Herausgekommen ist unter Leitung von Rebekka David eine Performance im Stil von René Pollesch. Eine Suada diverser Stimmen, eine teils inbrünstige, teils ironisch gebrochene,

in sich widersprüchliche Bastelei aus Bruchstücken von Befindlichkeiten, Selbstreflexionen, Weltanschauungen, wissenschaftlichem Slang und Absurditäten. […] Bonbonbunt gewandet und mit grotesken Perücken turnen sie zwischen riesigen Pilzen in einer Art Alices Wunderland herum. Das taugt durchaus als Phantasialand im Zwischenraum zwischen Jungsein und Erwachsenwerden. […] Am Ende fällt der Satz: »Wir sind die, auf die wir gewartet haben.« Stimmt. Da ist sonst keiner. Also los.«

Besetzung
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