©Bettina Stoess
 
Junges Staatstheater

Grauzonen (UA)

 

für Jugendliche und Erwachsene

Henrietta Horn

 

Die Räume zwischen Schwarz und Weiß, die sogenannten Grauzonen, zwischen dem, was man ist oder zu sein hat, was als normal festgelegt ist, füllen Henrietta Horn und sechs Tänzer*innen in dieser tanz JUNG!-Produktion für Jugendliche ab 15 Jahren und Erwachsene mit knalligen Farben und prallem Leben. In unserer Selbstwahrnehmung, unseren Selbstdefinitionen und Selbstbildern sind wir nie eindeutig. Wir positionieren uns um. Wir verändern uns. Wir verorten uns neu. Wir sind ständig in Bewegung. Je nach Kontext verändern sich Fokus und Perspektive. Fragen wie »Is who I am a choice?« oder »When am I my most me?« laden ein zu Diskussion und Auseinandersetzung. Denn: »Ich« bin Teil von vielen »Wirs«.

 

Aufführungsdauer: ca. 1 Stunde, keine Pause

 

Pressestimmen

»[…] Mit dem fürs Junge Staatstheater produzierten Stück will man Lust auf fröhliche Selbsterkundung des vielfältigen Wesens Ich machen, und das gelingt. […] Die Bühne ist diesmal ein nur anfangs grauer, dann wild belebter Freiraum, in dem sich die Individuen ausprobieren dürfen. Mátyás Ruzsom gibt an der Kistentrommel als charismatischer Entertainer den Takt vor, die Compagnie lässt sich hinter den fahrbaren Holzstelen hervorlocken und springt in die Show, die da heißt Leben. Das hat was von Chorusline mit posenden Schritten vorwärts, bis Joshua Haines die Haare flattern lässt und gleich mal die gendertypischen Figuren unterläuft. Außer Hosen und wechselnd bunten T-Shirts erleben wir nachher noch alle Tänzer im Rock und einen lustigen Stopmotion-Film von Georges Hann, bei dem Tänzer und Tänzerin im flotten Takt in immer neuen Outfit-Konstellationen erscheinen. Ungefähr so schnell möchte wohl mancher ständig jemand anders sein oder zumindest anders wirken. […] Hann darf seine Sequenz im Rock jedenfalls ruhig und synchron mit seinem Videoabbild austanzen, da ist einer ganz bei sich. Schön, wie die später dazukommende Anna Degen ganz ähnlich bei sich bleibt, sie jeder in eine andere Richtung ihre Kusshand werfen, sie aber auf der Leinwand dabei zugewandt sind. Ein treffendes Bild für die manchmal nur virtuell eingestandenen Wünsche. Wie überhaupt Horn und Ausstatterin Miriam Grimm sehr einfallsreich mit Medien und Stilen umgehen. […] Verblüffungstheater à la Decouflé. Das große Krabbeln, abgelöst von Cheerleader-Zappeln mit Puscheln, leichtem Breakdance, klassischem Drehsprung, Beat-Boxing und Rap. […] Man gewinnt den Eindruck einer Generation der unbegrenzten Möglichkeiten. […] So ist das Stück ein Manifest der Tanz- und Lebensfreude in zeitgemäß junger Ästhetik. Begeisterter Applaus.«

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Besetzung
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