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Lesung mit Christian Neef: »Der Trompeter von St. Petersburg«

 
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Montag, 30.09.2019 um 19:30 Uhr

Louis-Spohr-Saal

 

Wer kennt nicht die einstige russische Residenz Sankt Petersburg – die Stadt des Zarenhofes, der italienischen Paläste, verschlungenen Kanäle und verspielten Parks? Aber wer weiß, dass einst 50 000 Deutsche in der Stadt lebten, ja dass sie Petersburg 200 Jahre lang prägten? Sie stellten Zaren, Regierungschefs und Minister, waren Ärzte, Architekten und Bäcker. Auch aus Braunschweig und Umgebung kamen viele in die russische Residenz: Prinzessin Charlotte Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel heiratete einen Sohn Peter des Großen, Friedrich Diederichs aus dem Herzogtum Braunschweig gründete in Petersburg die erste russische Klavierfabrik, und der Braunschweiger Wilhelm Wurm wurde im 19. Jahrhundert der berühmteste Trompeten-Solist der Petersburger Oper.

 

Christian Neef, lange Jahre Russland-Korrespondent des Nachrichtenmagazins »Der Spiegel« und Autor des Buches »Der Trompeter von Sankt Petersburg«, erzählt an diesem Abend vom Glanz und Untergang der Deutschen an der Newa. Im Mittelpunkt stehen Lebensschicksale wie das der Familie des Schauspielers Armin Mueller-Stahl oder des Trompeters und Komponisten Oskar Böhme, der Jahrzehnte nach dem Braunschweiger Wilhelm Wurm ans Petersburger Marientheater kommt. Sein Schicksal endet ebenso tragisch wie das der deutschen Gemeinde insgesamt.

 

Ein Abend mit Lesung, Musik und Diskussion – Dennis Melzer, Solist des Braunschweiger Staatsorchesters, spielt Werke des Trompeters Oskar Böhme. Am Klavier wird er von Szabina Offenbek begleitet. Anschließend findet ein Autorengespräch mit Christian Neef und dem Moderator Holger Schröder statt.

 

Eine Kooperationsveranstaltung der Buchhandlung Graff mit dem Staatstheater Braunschweig. 

 

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