Machtspiele | ©thomas m. jauk
 
Musiktheater

Machtspiele

 
Termine
Sonntag, 02.12.2018
19:30 Uhr, Kleines Haus
Einführung 19:00 Uhr
Sonntag, 09.12.2018
19:30 Uhr, Kleines Haus
zum vorletzten Mal
Einführung 19:00 Uhr
Mittwoch, 19.12.2018
19:30 Uhr, Kleines Haus
zum letzten Mal
Einführung 19:00 Uhr

Musiktheater Jugend & Erwachsene
Dreierabend in deutscher Sprache

 

Der Jasager
Schuloper in zwei Akten von Kurt Weill
Libretto von Bertolt Brecht

Der Tribun
Musiktheater für einen politischen Redner, Marschklänge und Lautsprecher von Mauricio Kagel

Der Diktator
Tragische Oper in einem Akt von Ernst Krenek

In diesem Dreierabend mit Werken von Weill, Kagel und Krenek werden unterschiedliche Strukturen und Facetten von Macht in den Fokus gerückt: eine Gemeinschaft, die alte Bräuche über die Moral stellt, ein Staatsoberhaupt, das mithilfe von Rhetorik und Musik die Manipulation der Bevölkerung probt, und schließlich ein Diktator, dessen Charisma selbst eine von Rache getriebene Attentäterin besiegt. Worauf fußt unsere Gesellschaft? Welche Verantwortung und welche Macht hat das Individuum? Wer kann über Leben und Tod entscheiden und mit welcher Legitimation?

Aufführungsdauer: ca. 1 Stunde und 45 Minuten, keine Pause


Termine und Buchung für Schulklassen:
Katrin Wiegand
Tel: 0531 1234 556
schulgruppen@staatstheater-braunschweig.de

Begleitmaterial für PädagogInnen sowie Workshopangebote erhalten Sie auf Anfrage beim Jungen Staatstheater unter theaterfieber@staatstheater-braunschweig.de

 

Pressestimmen

»Mit sparsamen theatralischen Mitteln, einer erlesenen Riege von Musikern und Sängerdarstellern, sowie einer klugen Verknüpfung dreier eher selten aufgeführter Klassiker des modernen Repertoires führen uns Christopher Diem und sein Ensemble ebenso eindringlich wie humorvoll vor Auge und Ohr, worauf es in Zeiten selbstherrlicher Autokraten und feindbildspinnender Nationalisten ankommt: eine Haltung zu haben und diese auch zu zeigen. Das Staatstheater Braunschweig hat seine mit dieser sehr gelungenen, spartenübergreifenden Produktion bereits unter Beweis gestellt.«

»Ein Knabe hat sich einer Expedition über die Berge angeschlossen, um Medizin für seine kranke Mutter zu holen. […] Wo der Autor der gleichnamigen Schuloper, Bertolt Brecht, dabei steht – und wo man selbst, wird sofort Diskussionsstoff sein bei den Zuschauern dieser eindringlichen Inszenierung von Christoph Diem. […] Techniker bringen mal einen Türrahmen, mal eine Tasse Tee heran, ansonsten bestimmen Florian Barths Videoprojektionen den Raum, erzeugen auf dem Boden in oft verfremdeter Dimension tolle Effekte aus der Vogelperspektive.[…] Exzellente Wortverständlichkeit der Solisten und des Projektchors aus Studenten ergänzen sich in Braunschweig mit dem von Alexis Agrafiotis präzise getakteten Staatsorchester.
[…]
Es sind Fetzen ehemaliger Märsche, die da in einzelnen Instrumenten kurz aufklingen. Agrafiotis dirigiert sie wie ein Majordomus zu Füßen des Tribuns. Und den spielt Saskia Petzold wunderbar schlunzig im Schlafanzug am Riesenschreibtisch. Eine, die die Macht längst satt hat, sich in aufschlussreiche Wortspiele um Frieden, Freiheit, Blut und Liebe verheddert, immer auf der Suche nach der massentauglichen Formel, dabei immer wieder die Lust verlierend, fast versoffen von der »Na-zion« lallend, dann wieder verliebt in die eigene Erfindung: »Ihr seid eine Nation von Könnern. Ich will, und ihr könnt.« Die Petzold macht daraus ein Kabinettstück an Stimmungen. […] Am Ende starker Applaus für höchst gelungene »Machtspiele«, die in klarer Darbietung Stellungnahme fordern.«

Besetzung
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