©Björn Hickmann/ stage picture
 
Schauspiel

Maria Stuart

 
Alle Termine
Samstag, 28.05.2022
19:30 Uhr, Großes Haus
Freitag, 03.06.2022
19:30 Uhr, Großes Haus
Sonntag, 12.06.2022
18:00 Uhr, Großes Haus
zum letzten Mal

Mit theaterpädagogischer Einführung um 16:15 Uhr | in Kooperation mit der HBK | Anmeldung unter rikebreier@staatstheater-braunschweig.de

Gewählter Termin close

Sonntag, 27.03.2022 um 14:30 Uhr

Großes Haus

mit Audiodeskription

Friedrich Schiller

 

Ein Machtkampf auf Leben und Tod. Zwei ungleiche Königinnen, die eine die mächtigste Frau der Welt, rational und kühl handelnd, die andere stürmisch und emotional. Elisabeth I. von England und die inhaftierte schottische Königin Maria Stuart liefern sich ein erbittertes Duell um die Krone, aus dem die eine als politische, die andere als moralische Siegerin hervorzugehen scheint. Oder sind beide Verliererinnen? Sind sie Spielbälle einer Politik, die auf Machterhalt und Besitzstandswahrung zielt? Die den Königinnen nur sehr begrenzte Handlungsoptionen innerhalb klar definierter Rollenzuschreibungen erlaubt? Welche Entscheidungen können und wollen sie autonom treffen, wie sehr unterliegen sie den Manipulationen und Intrigen einer männlich dominierten politischen Kaste?

 

Im Mai 1800 lädt Friedrich Schiller eine Runde von Schauspieler:innen zu sich, um mit ihnen sein neues Stück zu lesen. Erst in den frühen Morgenstunden geht man auseinander, vier Akte »Maria Stuart« hat Schiller der Runde vorgelesen. Nur wenige Wochen später findet die Uraufführung des Trauerspiels statt – ein Dauerbrenner auf deutschsprachigen Bühnen bis heute. Dabei stehen mit Elisabeth I. von England und ihrer Kontrahentin Maria Stuart ausnahmsweise zwei Frauen im Zentrum des Dramas. Auch wenn Schillers Frauenbild aus heutiger Perspektive als antiquiert und misogyn gelesen werden kann, »Maria Stuart« besteht selbst den Bechdel-Test, einen einfachen Marker, um sexistische Weiblichkeitsbilder im Film zu identifizieren.

 

Friedrich Schiller hat in »Maria Stuart« zwei große Frauenfiguren geschaffen, wie es in der klassischen Literatur nur wenige gibt. Maria Stuart und Elisabeth sind komplexe Charaktere: leidenschaftlich und intelligent, gleichzeitig monströs und gewaltbereit. In ihrem Handeln wird alles Machtstreben fragwürdig und das Ringen um das, was den Menschen groß macht, die eigentliche Herausforderung.

 

Aufführungsdauer: ca. 2 Stunden und 40 Minuten, inkl. Pause

 

Zur Audioeinführung von Ursula Thinnes | 7 Minuten

Theaterpädagogische Einführungen zu »Maria Stuart« am Sonntag, 12.06.2022 16:15 bis 17:45 Uhr
 

Am 12.06.2022 bieten Studierende der HBK Braunschweig zwei theaterpädagogische Einführungen zu der Inszenierung »Maria Stuart« an. Die Angebote wurden von den Studierenden des Studiengangs Darstellendes Spiel selbst im Kontext eines Seminars zu »Partizipativen Vermittlungsformaten am Theater« entwickelt. Unter rikebreier@staatstheater-braunschweig.de können Sie sich hierzu gerne anmelden. Geben Sie bitte bei der Anmeldung an, ob Sie zur Gruppe 1 (PB3) oder zur Gruppe 2 (Hausbar) kommen wollen.

 

 

Hinweis: Bitte beachten Sie unser Schutzkonzept, um Sie und andere vor Infektionskrankheiten zu schützen. Alle Informationen rund um Ihren Theaterbesuch und die für den Besuch benötigten Nachweise finden Sie hier. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir Sie nur bei uns empfangen können, wenn Sie zur Einhaltung dieser Maßnahmen bereit sind. Vielen Dank!

 

Pressestimmen

»Das Trauerspiel ist so spannungsvoll gestrafft, so unsentimental und gedankenscharf konzentriert auf die verzehrende Kraft, welche diese Frauen geradezu körperlich spürbar auf ihr Schattenboxen im Nebel verwenden, dass es einen packt. Langer Beifall mit Bravos und Fußgetrappel.«

»Den beiden Königinnen gerät ihre Fehde auf der schiefen Ebene immer schneller und schneller außer Kontrolle und die Folgen sind durch die nur halb durchsichtigen Stoffbahnen und den dichten Nebel auf der Bühne kaum absehbar. Wahrheit jedenfalls gibt es nicht, nur Narrative, die immer irgendwem nützlich sind. Damit wird Dagmar Schlingmanns Experiment der schiefen Ebene zu einer bitteren politischen Analyse dieser Gemengelage aus Macht, Gewalt, Lüge und egozentrischem Selbstzweck, in der es am Ende um eine Sache ganz bestimmt nicht geht: Das, was die Menschen auf der anderen Seite der Palasttore eigentlich wollen.«

Besetzung
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