©Niels Müller
 
Extras

Musikalische Lesung mit Lars Eidinger

 
Termine
Mittwoch, 12.12.2018
20:00 Uhr, Großes Haus
Gastspiel

Lars Eidinger (Lesung) & George Kranz (Schlagzeug)
»Das Unvereinbare in ein Gedicht« – Liebesgedichte von Thomas Brasch

 

»Ich liebe dich kann man / auf dreierlei Weise betonen. / Wie spricht man den Satz ohne Betonung?«

Liebe ist für Thomas Brasch eine Haltung, die sich jeder Festlegung verweigert. Eine Haltung, die ihre Träume fürchtend und sehnend der Wirklichkeit aussetzt und das Mögliche stets in den Horizont des Unmöglichen stellt. Seine dichterische Leidenschaft hofft und verzweifelt, vertraut und betrügt, preist und vernichtet.

Lars Eidinger liest dessen Gedichte und George Kranz interpretiert sie auf dem Schlagzeug.



Thomas Brasch, geboren 1945 in Westow, aufgewachsen in der DDR. 1964 Aufnahme eines Studiums der Journalistik in Leipzig. 1965 aufgrund von Systemkritik zwangsexmatrikuliert. 1966 erste Theaterarbeit an der Volksbühne Berlin. 1967–68 Studium der Dramaturgie an der Hochschule für Film und Fernsehen Babelsberg. Ab 1970 Arbeit als freier Schriftsteller, erste Hörspiele und Theaterstücke, u. a. »Lovely Rita« (1975). Nach seiner Übersiedelung in die BRD 1976 veröffentlichte Brasch weiterhin Theaterstücke sowie Prosa- und Lyrikbände, u. a. »Vor den Vätern sterben die Söhne« (1977), »Kargo. 32. Versuch auf einem untergehenden Schiff aus der eigenen Haut zu kommen« (1977) oder »Mädchenmörder Brunke« (1999). Außerdem Übersetzungen von Shakespeare und Tschechow sowie Arbeiten als Regisseur, u. a. bei »Engel aus Eisen« (1981) und »Der Passagier – Welcome to Germany« (1988). Brasch starb im Jahr 2001 in Berlin.

Lars Eidinger, 1976 in Berlin geboren, studierte von 1995 bis 1999 an der renommierten Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Seit 1999 ist er Ensemblemitglied an der Berliner Schaubühne. Seine Darstellungen des Hamlet und Richard III. in den Inszenierungen von Thomas Ostermeier wurden international gefeiert und machten ihn zum prägenden Schauspieler der Schaubühne. Neben der Theaterarbeit ist Lars Eidinger in zahlreichen Kino- und Fernsehproduktionen zu sehen, u.a. in »Alle Anderen« (Regie: Maren Ade, 2008), »Goltzius & The Pelican Company« (Regie: Peter Greenaway, 2011), »Was bleibt« (Regie: Hans-Christian Schmid, 2011), »Tatort – Borowski und der stille Gast« (Regie: Christian Alvart, 2012), »Clouds of Sils Maria« (Regie: Olivier Assayas, 2013), »Personal Shopper« (Regie: Olivier Assayas, 2015), »Mathilda« (Regie: Alexey Uchitel, 2014-15), »Die Blumen von gestern« (Regie: Chris Kraus, 2015), »Werk ohne Autor« (Regie: F. H. v. Donnersmarck, 2018), »Babylon Berlin« (Regie: Tom Tykwer, Hendrik Handloegten, Achim von Borries), »Sense 8« (Regie: Lana, Wachowski, Lilli Wachowski), »Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm« (Regie: Joachim Lang) oder »25 kmh« (Regie: Markus Goller). »Alle anderen« von Maren Ade wurde 2009 mit dem Silbernen Bären der Berlinale ausgezeichnet. 2013 erhielt Lars Eidinger den Preis der Deutschen Filmkritik als Bester Darsteller, 2014 den Grimme-Preis und 2018 den Österreichischen Filmpreis. Neben der Schauspielerei ist Lars Eidinger als Musiker und DJ tätig. Er lebt mit seiner Familie in Berlin.

George Kranz, geboren 1956. Von 1980–83 Schlagzeuger der Berliner Band Zeitgeist, parallel Arbeiten mit Ulla Meinecke. 1983 erlangte Kranz mit seiner Solo-Single »Trommeltanz« oder auch »Din Daa Daa« internationale Bekanntheit. Es folgten weiter Solo-Alben, u. a. »Move it!« (1989) und »Sticky Druisin‹« (1995). Daneben immer wieder Musik für Film und Fernsehen. Seit »Alles Plastik« (Regie: Wolfgang Kolneder, 1980) regelmäßige Arbeiten am Grips Theater – als Musiker bei »Linie 1« (Regie: Wolfgang Kolneder, 1986) sowie als Texter, Komponist oder Produzent. Außerdem Arbeiten als Schauspieler, u. a. im Film »Magic Sticks« (1987), für den er auch den gleichnamigen Titelsong schrieb, und unter der Regie von Thomas Brasch bei »Der Passagier – Welcome to Germany« (1988). Seitdem schreibt er Theater- und Filmmusiken und arbeitete mit Third World, The Roots, den Ying Yang Twins, den Phenix Horns und vielen anderen. 

 

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