©Joseph Ruben
 
Schauspiel

Sehr schön und sehr tot

 
Termine
Mittwoch, 08.06.2022
20:00 Uhr, Aquarium
zum letzten Mal
Gewählter Termin close

Samstag, 05.03.2022 um 20:00 Uhr

Aquarium

ENTFÄLLT!

Eine musikalische Séance von Rebekka David, Gina Henkel & Ensemble

Uraufführung

 

Was haben »Twin Peaks«, »True Detective« und »The Killing« gemeinsam? Am Anfang gibt’s eine tote Frau. Auch weibliche Leichen am Ende schaden nie (Anna Karenina, Emilia Galotti) und sogar ein Scheintod tut’s (Schneewittchen). Nur »schön« sollte sie sein, denn für nicht normschöne Frauen bieten die Geschichten, die wir uns ansehen, hören, lesen und erzählen, oft nur Rollen wie die böse Stiefmutter. Die Lust an attraktiven Leichen hingegen ist – von Märchen bis »Tatort« – eine kulturelle Konstante.

 

Geschichten organisieren unsere Fantasie und damit unser Handeln in der Welt. Studien gehen davon aus, dass jede dritte Frau mindestens einmal im Leben von Gewalt betroffen ist – Transfrauen noch häufiger. Dazu befragt, was sie täten, lebten sie für 24 Stunden in einer Welt ohne das andere Geschlecht, sagen Männer Dinge wie »Nichts«, »Mit Freunden trinken gehen«. Frauen hingegen: »nachts im Park spazieren«, »feiern, ohne begrapscht zu werden«. Aber die tote »Tatort«-Frau bleibt. Noch Fragen?

 

https://intothewild-mentoring.com/

 

Aufführungsdauer: ca. 2 Stunden, keine Pause

 

Zur Audioeinführung von Katharina Gerschler  | 6 Minuten

 

 

Hinweis: Bitte beachten Sie unser Schutzkonzept, um Sie und andere vor Infektionskrankheiten zu schützen. Alle Informationen rund um Ihren Theaterbesuch und die für den Besuch benötigten Nachweise finden Sie hier. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass wir Sie nur bei uns empfangen können, wenn Sie zur Einhaltung dieser Maßnahmen bereit sind. Vielen Dank!

 

Pressestimmen

»In Braunschweig wird die Kultur des Femizids nicht wie in so vielen Opern und Dramen als schon okay dargestellt. Die Tat ist eindeutig brutaler Ausdruck maskuliner Machtbehauptung. Männerdarsteller Camill Jammal setzt sich dann auch bald einen Tigerkopf auf, Carmen kommt als goldener Hirsch daher und Ophelia mit Fischmaske… Die Inszenierung analysiert (…) an prägnanten Beispielen, wie geschlechtsspezifische Gewalt gedeiht und gerechtfertigt wird«.

»Regisseurin Rebekka David zieht mit ihrem vierköpfigen Ensemble eine heikle Kausalkette von den schönen toten Frauen der Weltliteratur zum realen Femizid, das heißt, der alltäglichen Ermordung von Frauen… Ein Leiden an der katastrophal männlich verrohten Welt. Ein Schmerz. Ein Mitleid. Ein Aufrütteln. Oder nicht?«.

Besetzung
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