©MELINA RUDOLF
 
Ringprojekt

Siegfried – Eine Bewegung

 
Alle Termine
Samstag, 10.12.2022
19:30 Uhr, Großes Haus
Einführung 45 Min vor Beginn
Freitag, 16.12.2022
19:30 Uhr, Großes Haus
Einführung 45 Min vor Beginn
Mittwoch, 28.12.2022
19:30 Uhr, Großes Haus
Einführung 45 Min vor Beginn
Freitag, 30.12.2022
19:30 Uhr, Großes Haus
Einführung 45 Min vor Beginn
Sonntag, 22.01.2023
14:30 Uhr, Großes Haus
Einführung 45 Min vor Beginn
Freitag, 09.06.2023
19:30 Uhr, Großes Haus
Freitag, 16.06.2023
19:30 Uhr, Großes Haus
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Einführungssoiree

Dienstag, 25.10.2022 um 19:30 Uhr

Hausbar

»Leuchtende Liebe, lachender Tod« – Eine Einführung in Richard Wagners »Siegfried«

Tanztheater
Auftragswerk des Staatstheaters Braunschweig
Uraufführung

 

Aufführungsdauer: ca. 1 Stunde und 25 Minuten, keine Pause

 

Zur Audioeinführung von Ira Goldbecher | 12 Minuten

 

Wagners Protagonist Siegfried spürt zwar viel, begreift jedoch wenig. Er ist voller Tatendrang und hat trotzdem keine Richtung. In einer Welt, die etwas verspricht, das sie nicht geben kann, macht ihn das empfindsam für den Missbrauch derjenigen, die seine Kraft zu ihrem Vorteil ausbeuten wollen. Allein unter
Wasser kann Siegfried Zuflucht, Geborgenheit, Schwerelosigkeit und Stille erfahren. Die Begegnung mit einer radikalen Gruppe, die seiner Energie und Suche nach Identität eine Form gibt, erfüllt Siegfried mit Bedeutung. Denn um etwas Neues zu erschaffen, muss etwas Altes weichen.

 

Der Leipziger Komponist Steffen Schleiermacher transferiert den inhaltlichen Kern aus Wagners Musikdrama in eine Lebensrealität, in der Natur nur noch eine Behauptung ist. Um der Katastrophe zu entkommen, braucht es den Idealismus der Jugend und die Kraft einer vorwärtsstrebenden Gruppe. Denn Siegfried ist kein Einzelner. Siegfried – das ist eine Bewegung. Die Vision einer Welt, die sich hinter den Mauern des ungerechten Wohlstands befindet, ist das Zulassen der Möglichkeit, ein gutes Leben auch anders denken zu können.

 

 

Im Staatstheater gibt es »Siegfried« als eigenständiges Tanzstück mit neuer Musik von Steffen Schleiermacher. Wie Richard Wagner den zweiten Tag des »Rings des Nibelungen« entworfen hat, schildert Andreas Berger, Vorsitzender des Braunschweiger Wagner-Verbands, in seinem Einführungsvortrag am Dienstag, 25. Oktober, 19.30 Uhr, in der Hausbar des Großen Hauses. Der Blick richtet sich auf die mythologische Grundkonstellation des Gotthelden und seine Psychologie zwischen einsamem Naturburschen, Revolutionär und Pubertier auf dem Weg zu einer nur auf Liebe basierten Weltordnung. Musikbeispiele und aktuelle Bezüge sollen den voraussetzungslos erzählenden Vortrag zusätzlich anschaulich machen.

 

Eintritt frei.

Pressestimmen

»Gregor Zöllig nimmt die ganze körperliche Energie seiner kraftvollen Compagnie zusammen… Sein Tanzstück nimmt den revolutionären Impetus, aber auch die Zartheit und Hoffnung aus Wagners Oper auf. Steffen Schleiermachers sehr rhythmisch durchtreibende neue Musik schlägt höchst perkussiv den Takt dazu. Das ist gelungen. Jubelnder Applaus.«

»Als Tanztheater überzeugt dieser bewegte Siegfried… Deutlich wird die Wahllosigkeit einer jungen Generation, die sich am Scherbenhaufen des Ökosystems und einem maroden Gesellschaftsvertrag reiben muss. Mit körperlicher Impulsivität geht die Gruppe dagegen an. Das wirkt virtuos, aber auch monolithisch. Das Publikum war begeistert von der tänzerischen Verve und einer prägnanten Partitur, die Generalmusikdirektor Srba Dinić und das Staatsorchester Braunschweig mit Lust an Farben und Klangreichtum aus der Taufe hoben. Bei der Premiere wurden das Werk, das Orchester und das Tanzensemble vom Publikum lautstark gefeiert.«

»Generalmusikdirektor Srba Dinić leitete das Staatsorchester Braunschweig sensibel in den poetischen Abschnitten und energisch zupackend, immer genau in den rhythmisch pulsierenden, aber oft auch recht vertrackten Abschnitten. Dieses gelungene Tanztheater lässt frisch über den Wagnerschen Helden nachdenken.«

»Auch ohne die großen Weltdialoge Wagners trifft das Tanzstück so in Idee, Weichheit und Kampkraft Intentionen des »Siegfried« gut. Und das in anderthalb Stunden. Im Haus gab´s großen Jubel.«

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