©Volker Conradus
 
Staatsorchester

Staatsorchester unterwegs

 
Alle Termine
Dienstag, 13.12.2022
20:00 Uhr, Celle
Zeit für Klassik 2
Mittwoch, 11.01.2023
20:00 Uhr, Celle
Dienstag, 17.01.2023
20:00 Uhr, Wolfsburg
Mittwoch, 15.02.2023
20:00 Uhr, Celle
Donnerstag, 04.05.2023
20:00 Uhr, Celle
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Mittwoch, 02.11.2022 um 20:00 Uhr

Celle

Zeit für Klassik

 

Das Staatsorchester Braunschweig gastiert regelmäßig in umliegenden Städten. Weitere Informationen sowie Tickets erhalten Sie bei den jeweiligen Veranstaltern. 

 

Richard Wagner
Sinfonie Nr. 2 E-Dur WWV 35


Dmitri Schostakowitsch
Violinkonzert a-Moll op.77


Felix Mendelssohn Bartholdy
Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 56 „Schottische“ MWV N18

 

Solist
Felix Gutgesell, Violine


Musikalische Leitung
Srba Dinić

 

Staatsorchester Braunschweig
 

Einführung 19.15 Uhr
 

Congress Union Celle
Thaerplatz 1
29221 Celle

 

Zum Auftakt der Konzertsaison 2022-2023 in Celle rahmen Werke von zwei der bedeutendsten Leipziger Komponisten das neoklassizistische Violinkonzert von Dmitri Schostakowitsch. Die eröffnende 2. Sinfonie von Richard Wagner ist Fragment geblieben, weil der Komponist keine Zukunft für die Gattung der Sinfonie sah. In seiner Autobiographie schrieb er 1866: »Schon um diese Zeit bildete sich bei mir die Ansicht von der Unmöglichkeit aus, auf dem Gebiete der Symphonie nach dem Vorgange Beethovens noch Neues und Beachtenswertes zu leisten«. Ein Sinfoniker wurde Richard Wagner tatsächlich nicht, die Entwicklung des Musikdramas ist seine herausragende Leistung in der Musikgeschichte. Seine musikalischen Wurzeln liegen hierbei zweifellos im Bereich des Symphonischen. Vorbildhaft ist neben Beethoven vor allem Felix Mendelssohn Bartholdy, den er nach dessen frühem Tod bald öffentlich verunglimpfte, obwohl – oder vielleicht auch gerade weil – er ihn zunächst verehrt und seine Nähe gesucht hatte. In seinem Pamphlet »Das Judentum in der Musik« (1850/1868) grenzt er sich dann auffällig von Mendelssohns Kunstauffassung ab und versuchte dessen Andenken über Leipzig hinaus zu beschädigen. Geblieben ist allerdings die Beeinträchtigung des eigenen Nachruhmes, verdüstert durch seinen Antisemitismus und die besondere Rezeptionsgeschichte im Nationalsozialismus.


Felix Mendessohn Bartholdy hat sich dagegen als höchstprominenter Vertreter des nach-beethovenschen sinfonischen Klassizismus und untadeliger Entwickler und Förderer des bürgerlichen Konzertwesens in die Kulturgeschichte der Menschheit eingeschrieben. Seine »Schottische Sinfonie« ist geprägt durch die Eindrücke einer ausgedehnten Reise, die er in die Northern Highlands bis hin zu den Hebriden unternommen hatte. Er schrieb an seine Familie: »In der tiefen Dämmerung gingen wir heute nach dem Palaste, wo Königin Maria gelebt und geliebt hat; (…) Der Kapelle daneben fehlt nun das Dach; Gras und Efeu wachsen viel darin, und am zerbrochenen Altar wurde Maria zur Königin von Schottland gekrönt. Es ist da alles zerbrochen, morsch, und der heitere Himmel scheint hinein. Ich glaube, ich habe heut da Anfang meiner »schottischen« Sinfonie gefunden«. Die dritte, romantisch geprägte Sinfonie ist das symphonische Werk, an dem Mendelssohn mit größter Anstrengung arbeitete: die traditionelle Viersätzigkeit samt langsamer Einleitung des ersten Satzes hat er insofern zu überwinden versucht, als er alle Sätze als Teile einer großen Einheit verstand, um so »mit den stimmungsmordenden Pausen zwischen den Sätzen aufzuräumen« (C. Wehner). Das Werk ist »attacca« durchzumusizieren.

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