©Björn Hickmann/ stage picture
 
Musiktheater

The Telephone & Twice Through the Heart

 
Termine
Mittwoch, 22.01.2020
19:30 Uhr, Kleines Haus
zum letzten Mal
Einführung 19:00 Uhr
Gewählter Termin close

Mittwoch, 20.11.2019
19:30 bis 20:40 Uhr

Kleines Haus

Einführung 19:00 Uhr | anschließendes Nachgespräch im 1. Rang Foyer

Doppelabend in englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Opera buffa in einem Akt von Gian Carlo Menotti
Dramatische Szene für Mezzosopran und 16 Instrumentalist*innen von Mark-Anthony Turnage
Libretto von Jackie Kay

 

Ben will seiner Freundin Lucy endlich einen Heiratsantrag machen. Sie aber nimmt ihn gar nicht wahr, weil sie nur auf ihr Telefon fixiert ist. Als Menotti seine Kurzoper 1947 zur Uraufführung brachte, konnte er nicht wissen, wie nah seine humorvolle Geschichte an unserer heutigen Realität sein würde und wie sehr diese technische Errungenschaft unser aller Leben verändern sollte ...

Das Leben einer anderen Frau hat sich bereits radikal verändert, muss sie sich doch vor Gericht dafür verantworten, ihren Mann erstochen zu haben, »zweimal durchs Herz«. Ihre Gründe offenbart sie aber nicht. Erst später wird sie gestehen, dass sie aus Scham geschwiegen hat – jahrelang hatte ihr Mann sie misshandelt, aber sie fand keinen Weg, aus dieser Beziehung auszubrechen.

 

Aufführungsdauer: ca. 70 Minuten, keine Pause

 

Pressestimmen

The Telephone
»Kariithi bringt einen gewandten, fein samtigen Bariton ein und Banković einen variablen, mal virtuos plappernden, mal schluchzenden, mal aufbrausenden Sopran.« […]

Twice Through the Heart
»Mit einem düsteren Klagegesang, einem Bekenntnis in expressionistischen lyrischen Schlaglichtern. Nicht wehleidig, sondern in kühler Gefasstheit zumeist, und doch alles andere als kalt. Dorothea Spilger gestaltet das mit eindringlichem, schmerzlich glühenden Mezzosopran. Ziemlich beeindruckend.
Die Musik ist dem Thema entsprechend disparat. Es geht heftig los, mit Erinnerungen der Frau an die Gewalt ihres Mannes, die von scharfen Bläseraufschreien des 16-köpfigen Kammerorchesters begleitet werden. Es herrscht immerfort Reibung zwischen den Stimmgruppen und kurz solistisch hervortretenden Instrumenten. Und doch gewinnt diese harte Musik unter der Leitung von Alexis Agrafiotis auch etwas Fesselndes. […] Die dunkel gekleideten Bühnenarbeiter, die in Eva-Maria Weiss’ Inszenierung um sie herum die Szene verändern oder ihr Requisiten in die Hand drücken, scheint sie gar nicht wahrzunehmen. So wird ihre Isolation schlüssig unterstrichen.«

The Telephone
»Dieser heute in unserer Medien-beherrschten Welt immer noch aktuelle Stoff fand in der lebendigen Inszenierung von Eva-Maria Weiss eine adäquate Deutung, indem die Telefongespräche über Skype geführt wurden. Entgegen der Idee des Komponisten, die Gesprächspartner mit der Musik des Kammerorchesters zu charakterisieren, erschienen diese auf zwei großen Bildschirmen und Leinwänden (Ausstattung: Lisa Fütterer). [...] Musikalisch wurde man nicht enttäuscht: Jelena Banković war eine lebhafte, allzu gern telefonierende Lucy; ihr höchst flexibel und in allen Lagen, auch in den extremen Höhen, sicher geführter Sopran gefiel einmal mehr. Der junge Kenianer Zachariah N. Kariithi, neu im Braunschweiger Ensemble, gab Lucys Geliebten Ben mit munterem Spiel und klangvollem Bariton.«

Twice Through the Heart
»Dorothea Spilger lieferte ein ungemein packendes Psychogramm der Frau, die in neun, nicht chronologischen Abschnitten ihre Leidensgeschichte reflektierte. Da gab es viele stark durchdringende Tonfolgen wie Schreie, aber auch – besonders bei den positiven Erinnerungen – wunderbar ruhige, lyrisch eingefärbte Passagen.  All das gestaltete die Mezzosopranistin, die am Anfang des Jahres bereits in der „Passagierin“ Furore gemacht hatte, mit ausgesprochen vielschichtigem Ausdrucks.

In beiden Stücken zeigten sich die Musiker des Staatsorchesters gut vorbereitet, die unter der souveränen Leitung von Alexis Agrafiotis die sichere Grundlage für die Protagonisten auf der Bühne bildeten.

Starker Beifall des sehr angetanen Premierenpublikums belohnte alle Mitwirkenden.«

Gefördert durch
Besetzung am 20.11.2019
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