©Joseph Ruben Heicks
 
Schauspiel

Ti a boo [siabo:]. Wasserballett zur Weltrettung

 
Termine
Dienstag, 07.12.2021
20:00 Uhr, Aquarium
Mittwoch, 08.12.2021
20:00 Uhr, Aquarium

David Castillo und Ensemble

 

Ein Inselstaat im tiefsten Pazifik. 32 Atolle. 110.000 Menschen. Zwei Meter über dem Meeresspiegel. Noch 30 Jahre lang wird Kiribati bewohnbar sein. Noch 50 Jahre lang wird man Kiribati von Schiffen aus sehen können. Dann kommt das Wasser…

 

Vermutlich wird Kiribati das erste Land sein, das dem Klimawandel zum Opfer fällt. Überspült vom steigenden Meeresspiegel, nicht zu retten durch hochriskantes Geo-Engineering oder andere fragwürdige Pläne. David Castillo nimmt mit dem Ensemble das Schicksal Kiribatis zum Anlass seiner theatralen Recherche: Welchen Einflüssen war und ist das Land ausgesetzt, wer verfolgt wirtschaftliche, strategische und geopolitische Interessen im Südpazifik? Aus Gesprächen mit Wissenschftler:innen, Aktivist:innen und Betroffenen hat sich ein Textgewebe gebildet, das ganz aus dem gemeinsamen Fragen und Nachdenken entstanden ist. Unterschiedlichste Fäden wurden miteinander verwoben und nach einer sinnlichen Erfahrbarkeit gesucht von etwas, das unvorstellbar erscheint. Dem kollektiven Ohnmachtsgefühl, das sich angesichts der Wucht des Klimawandels breitmacht, steht die theatrale Erfahrung gegenüber, dass im Spiel Varianten ausprobiert werden können, um eine vielleicht andere Zukunft zu schreiben. »Ti a boo« – wir werden uns wiedersehen.

 

Aufführungsdauer: ca. 1 Stunde und 30 Minuten, keine Pause

 

Zur Audioeinführung von Ursula Thinnes | 4 Minuten

 

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Pressestimmen

»Wenige Menschen haben sich wohl inniger um die Insel und 32 Atolle im Südpazifik verdient gemacht. Robert Prinzler, Saskia Taeger, Julius Ferdinand Brauer und Regisseur David Castillo haben das Stück um den kiribatischen Gruß „Ti a boo“ – auf Wiedersehen – selbst recherchiert und gebaut. Es ist natürlich kein Stück, sondern ein atemloses Infotainment, bei dem die drei wahrhaftig andauernd in Bewegung sind. Ihren Worten mit energischen Kniebeugen und Armrecken, beim Rollschuhlaufen, Bauchgleiten oder „Tauchen“ Nachdruck geben. Das hat dann wirklich was von Ballett, weil die Gesten nicht realistisch Handlungen begleiten, aber die appellative Energie rüberbringen… Die drei reißen einen mit zur rechten Erkenntnis.«

Besetzung
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