©Birgit Hupfeld
 
Schauspiel

Wer hat Angst vor Virginia Woolf?

 
Alle Termine
Sonntag, 27.10.2019
18:00 Uhr, Großes Haus
Einführung 17:30 Uhr
Samstag, 02.11.2019
19:30 Uhr, Großes Haus
Einführung 19:00 Uhr
Freitag, 08.11.2019
19:30 Uhr, Großes Haus
Einführung 19:00 Uhr
Dienstag, 03.12.2019
19:30 Uhr, Großes Haus
Freitag, 13.12.2019
19:30 Uhr, Großes Haus
Samstag, 04.01.2020
19:30 Uhr, Großes Haus
Samstag, 11.01.2020
19:30 Uhr, Großes Haus
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Freitag, 08.11.2019
19:30 bis 21:40 Uhr

Großes Haus

Einführung 19:00 Uhr

Edward Albee

 

»Das ist doch eine Party, oder?« fragt weit nach Mitternacht George seine Ehefrau Martha, die Nick und Honey – ein erst vor kurzem in die Stadt gezogenes junges Paar – noch auf einen Schlummertrunk eingeladen hat. George kennt die Bedürfnisse seiner Ehefrau nur zu gut: Immer wieder beansprucht sie Publikum für ihre mit viel Alkohol getränkten »Gesellschaftsspiele«, denn ihre Ehe lebt sowohl vom leidenschaftlichen Gefecht mit- und gegeneinander als auch von den Scherben einer großen Liebe. Fürs Kitten laden sie sich nun unbeteiligte Dritte ein, die sich in dieser »Walpurgisnacht« schnell von der Stimmung anstecken lassen. Die Hemmschwellen sinken und auch Nick und Honey plaudern in der enthemmten Atmosphäre dunkle Flecken in ihrer Beziehung aus. Alle trinken immer mehr Alkohol und versuchen, den schönen Schein aufrecht zu halten. Was ist Wahrheit, was Lüge? Plötzlich geht es um Leben und Tod, plötzlich geht es um alles.

 

Aufführungsdauer: ca. 2 Stunden und 10 Minuten, keine Pause

 

Pressestimmen

»Die Party als Endspiel - Dariusch Yazdkhasti inszeniert »Wer hat Angst vor Virginia Woolf?« als großartiges Schauspielertheater.

Regisseur Dariusch Yazdkhasti, der hier ein Meisterstück des psychologischen Theaters abliefert, legt Wert auf Tonwechsel, auf Steigerung von Tempo und Lautstärke – und solche Abstürze auf den harten Boden der Tatsachen. Auch dadurch sind die Figuren immer vielschichtig, sie treiben sich im Lauf des Stücks mit Lust in den Abgrund, aber sie haben auch schon vorher Momente von Klarsicht, wohin es führen wird. Weiter als an vielen Abenden zuvor, an denen sie offenbar ähnlich brutal nur im Kampf ihre Zusammengehörigkeit spüren konnten. […] Die Brillanz von Yazdkhastis Inszenierung liegt auch darin, dass seine Bestien Menschen bleiben. Güte, Liebe sind in diesem Stück zarte Flämmchen, aber Yazdkhasti lässt sie zu. […]
Und es ist ein Vergnügen, den vier exzellenten Schauspielern dabei zuzusehen. Saskia Petzold legt gleich am Anfang mit trockenen Pointen den verachtend-abgeklärten Ton der desillusionierten Spötterin vor. […] Götz van Ooyen ist ihr kongenialer Partner. Zum Loser verdammt, zynisch-hilflos Marthas Schritte, die Drehung der Schraube beobachtend und moderierend, bezieht er die Kraft des Dulders aus seinem Wissen um den letzten Trumpf, dass sie ebenso angewiesen ist auf ihn wie er auf sie. […] Wunderbar gibt Cino Djavid den Biologen Nick nicht als karrieregeilen Potenzbock, sondern mit einer schönen Weichheit. Fast schwingt etwas Mitleid mit diesem verkommenen Ehepaar mit, wenn er abwehrend die Augen rollt. […] Larissa Semke trifft als Honey genau den Ton des Häschens, das nicht viel versteht. Vielleicht hat Honey aufgrund ihrer Erfahrung als Kind nur aufgehört, etwas verstehen zu wollen. In der gekonnten Überdiktion der Betrunkenen sorgt Semke allemal für Pointen.«

Besetzung am 08.11.2019
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