Zurück in die Zukunft: Dirty Dancing | ©Joseph Ruben
 
Schauspiel

Zurück in die Zukunft: Dirty Dancing

 
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Donnerstag, 06.12.2018
20:00 bis 21:10 Uhr

Aquarium

ACHTUNG: VORSTELLUNGSAUSFALL!

Aufgrund einer Erkrankung im Ensemble muss die Vorstellung »Dirty Dancing« am 06.12.2018 leider entfallen. Bereits erworbene Tickets können an der Theaterkasse umgetauscht oder zurückgegeben werden. 

Alle Termine
Dienstag, 11.06.2019
20:00 Uhr, Aquarium
zum vorletzten Mal
Einführung 19:30 Uhr
Mittwoch, 12.06.2019
20:00 Uhr, Aquarium
zum letzten Mal
Einführung 19:30 Uhr

Amerika-Trilogie Teil 2

Klaus Gehre
Uraufführung

 

Es war einmal im Sommer 63. Kurz bevor Präsident Kennedy ermordet wurde, bevor es die Beatles gab und bevor eine ganze Generation von Mönchen lesen musste, die sich in Vietnam verbrannten. Es war zu einer Zeit, als der amerikanische Traum noch heil erschien, wenigstens im Rückblick. Denn die Vision von einem anderen Amerika wurde 1987 gedreht, in der Endphase des Kalten Krieges, nach Watergate, Vietnam und lange vor Trump. Dirty Dancing war schon im Moment seiner Entstehung der filmische Blick zurück in eine vermeintlich bessere Vergangenheit - und ist es bis heute geblieben. 

Im zweiten Teil der Amerika-Trilogie erzählen der Regisseur Klaus Gehre und der Dramaturg Alexander Kohlmann von der Rückkehr aus einer fernen Zukunft an einen utopischen Moment, in dem soziale Gegensätze durch Liebe gelöst werden können, in einem Land, dessen Zukunftsglaube bereits erste Risse bekommen hat. 

Der erste Teil Spiel mir das Lied vom Tod hatte in der Spielzeit 2017/18 Premiere. Der Abend frei nach Sergio Leones Film verwandelt die Geschichte von der Ablösung des alten Faustrechts durch eine neue Welt der Deals und der Empathie in eine komplexe Erzählung über den Ursprung der westlichen Welt, die zum 35. Heidelberger Stückemarkt eingeladen war.

Aufführungsdauer: ca. 1 Stunde und 10 Minuten, keine Pause

 

 

 

Pressestimmen

»Eine Zeit voller Optimismus und pinkfarbener Straßenkreuzer, aber auch mit Panzern und Atombombentests – alles kitschig überwölbt. Eine künstliche Erinnerung. Wie im ersten Teil arbeitet Gehre auf verschiedenen Ebenen, setzt Videobilder, die auf offener Bühne entstehen, mit realen Spielszenen in Bezug. […] Auch gibt es wunderbar bonbonfarbene Tanzszenen mit Götz van Ooyen und Isabell Giebeler als traumhaft entrücktem, strahlkräftigem Paar. Yevgenia Korolow gibt herzzerreißend das schmerzhaft verpfuschte Mädchen Penny, Mattias Schamberger den zwischen Vaterliebe und Verachtung schwankenden Arzt und Vater Babys.«

»Den wohlhabenden Gästen der Tanzdarbietungen stehen prekär beschäftigte Saison-Arbeitskräfte gegenüber, die möglichst unter sich bleiben sollen. Die Ausgegrenzten eben, die Niedriglöhner, die Anderen, die heute nicht diejenigen Präsidenten und Parteien wählen, die wir uns wünschen, so Kohlmann. Aspekte, die von der Filmwissenschaft auch in der Coming-of-Age-Story entdeckt wurden. Liest Baby nicht zu Beginn des Films ein Buch über die Misere der Bauern? Auf der Bühne ist es nun „Fänger im Roggen“. Später weist sie ein Exemplar von Ayn Rands »The Fountainhead« zurück, das ihr Kellner Robbie andrehen will, quasi eine Personifikation der kapitalistischen Kampfschrift – rücksichtslos geht er seinen Weg, schwängert eine Frau, weist ihr Ansinnen zurück, sich um Kind oder Abtreibung finanziell zu kümmern. [...] Gehre inszeniert das ebenso deutlich wie die Tatsache, dass nicht nur romantische Empfindung gepflegt, sondern Sex praktiziert werden will. Baby räkelt sich an einer Rutschstange auf die Bühne, schmeißt zum synthetisch wabernden Soundtrack ihren Kopf lustvoll zurück, wenn sie von gierigen Männergriffeln an Schenkeln und Brüsten befingert wird.«
taz, Jens Fischer, 21.12.2018

Besetzung
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