Liebes Konzertpublikum,

 

zu meiner vierten Spielzeit als Generalmusikdirektor des Staatsorchesters Braunschweig möchte ich Sie herzlich begrüßen und mich für Ihre Treue und Ihren Zuspruch bedanken. Auf beides sind wir im Moment aufgrund der Corona-Krise, die unsere ursprüngliche Planung erheblich durcheinandergewirbelt hat, ganz besonders angewiesen. Wir hoffen, dass Ihre Konzertlust trotzdem ungebrochen bleibt und wir die besondere Situation durch kulturelle Erlebnisse gemeinsam besser bewältigen. Glück im Unglück ist es für uns, dass wir Ihnen noch eine weitere Spielzeit die Sinfoniekonzerte in der Stadthalle Braunschweig präsentieren können, da die vorgesehene Sanierung verschoben wurde. Wir haben dort die Möglichkeit, auch mit eventuell reduzierter Platzkapazität eine höhere Zuschauerzahl unterzubringen.

 

In dieser Saison präsentieren wir Ihnen ein Konzertprogramm mit Kompositionen aus über 200 Jahren Musikgeschichte. Wir beginnen mit Franz Schuberts 9. Sinfonie und führen damit den Zyklus fort, der neben Mozart auch Ludwig van Beethovens weltberühmte Neunte umfasst, die ich bereits 2017 in Braunschweig dirigieren durfte. Die überwältigend positive Publikumsresonanz hat uns dazu veranlasst, das Werk erneut aufzuführen.

 

Mit dem neuen Zyklus Avantgarde knüpfen wir an unser aktuelles Spielzeitmotto an, denn die Musik dieser Strömung, deren Hauptphase sich im 20. Jahrhundert verortet findet, ist unmittelbar mit Fortschritt und Innovation verbunden. Als »Vorhut« einer musikalischen Revolution agierten Komponisten wie Igor Strawinsky, dessen Ballettmusik »Le Sacre du printemps« bei ihrer Uraufführung 1913 einen veritablen Skandal auslöste, oder Erwin Schulhoff, ein flammender Verteidiger der Wiener Schule, der den Jazz ebenso in seine Musik integrierte wie George Gershwin in seiner »Rhapsody in Blue«. Aaron Copland gewann für seine Orchestersuite »Appalachian Spring«, die wiederum ebenfalls auf einem Ballett basiert, 1945 sogar den Pulitzer-Preis. Diese und viele weitere Werke sind im Kanon unserer Sinfoniekonzerte vertreten.

 

Meine besondere Liebe zur russischen Konzertliteratur begründet meine Freude, Alexander Glazunows 8. Sinfonie erstmalig in Braunschweig dirigieren zu dürfen.

 

Auch in dieser Spielzeit dürfen wir beliebte Gastdirigenten wie Maurice Steger, Stefan Soltesz und Alexander Joel sowie hochkarätige Solist*innen, darunter Roman Simović als Artist in Residence, in Braunschweig begrüßen und Sie kommen ebenfalls in den Genuss, einige Mitglieder unseres Staatsorchesters solistisch zu erleben.

 

Wir freuen uns, wenn Sie mit uns zusammen in eine künstlerisch vielfältige und hoffentlich bald wieder Corona-freie Zukunft starten.

 

Ihr
Srba Dinić
Generalmusikdirektor

»Musik ist die gemeinsame Sprache der Menschheit.«

Henry W. Longfellow

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