Liebes Konzertpublikum,

 

nach einer mehr als ungewöhnlichen Spielzeit, in der wir trotz aller Unwägbarkeiten viele wunderbare analoge und digitale Konzertformate auf die Beine stellen konnten, blicken wir nun voller Optimismus in die Saison 2021/22 und freuen uns in jeder Hinsicht auf große Veränderungen.

 

Nach dem Umzug der Sinfoniekonzerte ins Große Haus werden wir dort mit dem Werk einer Komponistin, nämlich Fanny Hensel, dem Konzert für Orchester von Witold Lutosławski und der 1. Sinfonie von Johannes Brahms die neue Ära einläuten. Mit dem Zyklus »1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland« begleiten uns Werke jüdischer Komponisten wie Felix Mendelssohn Bartholdy, Erwin Schulhoff, Kurt Weill und Alexander Zemlinsky durch das Jubiläumsjahr. Das 5. Sinfoniekonzert im Januar 2022 bildet mit Werken von Jean Sibelius und Richard Strauss eines meiner ganz persönlichen Highlights der Saison. Und nicht nur können wir mit Bruckner, Haydn und Mozart den Zyklus »Mythos 9. Sinfonie« weiterführen, sondern im 7. und 8. Sinfoniekonzert auch alle Brandenburgischen Konzerte von Johann Sebastian Bach zu Gehör bringen. Im 9. Sinfoniekonzert kündigt sich bereits die für die Spielzeit 2022/23 geplante »Ausweitung des Ringgebiets« mit Ausschnitten aus Wagners »Götterdämmerung« an. Den Abschluss einer dann hoffentlich wieder in irgendeine Art gesellschaftlicher Normalität zurückgekehrten Spielzeit bildet die 6. Sinfonie »Pathétique«, auf deren Dirigat ich mich ebenfalls besonders freue. Unseren Artist in Residence Roman Simović werden Sie, nachdem er letzte Saison nicht wie geplant als Violinist solieren konnte, in drei Konzerten erleben, auch Olga Scheps, Maurice Steger, Ricardo Magnus, Anne Schuldt und Orhan Yildiz werden unser Staatsorchester solistisch unterstützen. Als Musikalische Leiter begrüßen wir Stefan Soltesz, Alexander Joel, Maurice Steger und Ricardo Magnus.

 

Wir alle sind mehr als zuversichtlich, dass wir Sie, das mit Abstand beste Publikum aller Zeiten, ab September wieder live und hautnah bei uns empfangen dürfen.

 

Ihr
Srba Dinić
Generalmusikdirektor

1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

In diesem Jahr werden bundesweit mit unterschiedlichen künstlerischen und wissenschaftlichen Vermittlungsformaten Geschichte und Gegenwart jüdischen Lebens in den Mittelpunkt gestellt. Auch in Braunschweig haben sich erneut Institutionen verbunden, um mit Konzerten, Lesungen, Filmen und Ausstellungen Menschen aller Generationen mitzunehmen auf den Weg durch die reiche Tradition, aber auch unvorstellbar leidvolle Geschichte des deutschen Judentums. Denn es gilt auch für das Gemeinwesen der Stadt Braunschweig, die Kenntnisse um die gemeinsame Geschichte zu teilen und die Erinnerung wachzuhalten. Unser Bewusstsein von der gemeinsamen Geschichte von Juden und Nicht-Juden ist auch für das friedliche und gedeihliche Miteinander in unserer Stadt und Region unverzichtbar.

 

Das aktuelle Programm der Reihe mit allen Veranstaltungen in Braunschweig finden Sie hier. Alle Veranstaltungen des Staatsorchesters Braunschweig finden Sie außerdem auf dieser Seite sowie in unserem Spielplan.

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