Musikalische Leitung: Hermes Helfricht
Klavier: Fabio Martino
Staatsorchester Braunschweig
Ein Zeitgeist hat sich in die Werke dieses Konzertabends geschlichen, der von Wandel, Neuerung und Konflikten gleichermaßen erzählt. So ist »heliosis« der jungen Komponistin Hannah Eisendle ein Stück über Extreme, die die Komponistin wie folgt in Worte fasst: »Schmutzig, hitzig, klebrig angestaubt. Geworfensein in eine Wüste. Sonne, brennend über sandigen Dünen und kantigem Geröll.« Ludwig van Beethoven – dessen Werke anlässlich seines 200. Todesjahrs gleich mehrfach in das Konzertjahr 2027 Eingang finden – hat in seinem 4. Klavierkonzert einen neuen Stil festgelegt: Nie zuvor begann ein Klavierkonzert mit einem solistischen Einsatz. Nie zuvor steckte so viel sinfonischer Ideenreichtum in einem Solokonzert. Ein noch größeres Novum und gleichzeitig Zeit- und Musikgeschichte ist Amy Beachs »Gaelic Symphony«, die 1896 in Boston als erste Sinfonie einer US-amerikanischen Komponistin uraufgeführt wurde und dabei auf große Begeisterung bei Publikum und Kritiker:innen gleichermaßen stieß.
Hannah Eisendle: »Heliosis«
Ludwig van Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 G-Dur op. 58
Amy Beach: »Gaelic Symphony« e-Moll op. 32