Oper in vier Akten von Georges Bizet,
Libretto von Henri Meilhac und Ludovic Halévy nach der gleichnamigen Novelle von Prosper Mérimée,
Aufführung in französischer Sprache mit deutschen Übertiteln,
ab 14 Jahren
Was soll man zu »Carmen« überhaupt noch sagen? Berühmte Femme fatale vor andalusischem Hintergrund, die selbstbewusst und selbstbestimmt ihren Weg geht. Als sie den treu-naiven, aber eifersüchtigen Don José verführt, bezahlt sie das mit dem Leben.
Als die Oper 1875 in Paris uraufgeführt wurde, wirkten Rauheit und Realismus auf das bürgerliche Publikum skandalös. Die Reaktionen waren frostig.
Heute ist »Carmen« eine der meistgespielten Opern überhaupt: Melodien, die seit Jahrzehnten Wunschkonzerte und Klassikcharts fluten. Und ein unverzichtbarer Bestandteil eines jeden Staatstheater-Repertoires! Aber Mainstream hin oder her: Das Stück bleibt spannend. Weil es uns auch heute noch viel erzählt – über Liebe und Besitzanspruch, über den Widerspruch zwischen Freiheit und Bindung, über Abhängigkeiten sowie über alte Rollenbilder von Männern und Frauen, die wir längst überwunden glaubten und mit denen wir dennoch weiterhin ringen.