Romantische Oper in drei Akten von Carl Maria von Weber nach einem Libretto von Friedrich Kind, Aufführung in deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln, ab 12 Jahren
Max liebt Agathe. Um heiraten zu dürfen, muss er beim Schießwettbewerb gewinnen. Doch sein Selbstvertrauen bröckelt, und so lässt er sich auf einen windigen Deal mit dem Hallodri Kaspar ein. Um Mitternacht vollziehen die beiden ein unheimliches Ritual in der Wolfsschlucht: Vor schauriger Kulisse werden sieben vermeintlich unfehlbare Kugeln gegossen. Der Zauber scheint zu wirken – die ersten sechs Schüsse treffen! Doch die siebte Kugel geht fehl und fordert ein Menschenleben …
Die knackige Gruselgeschichte stammt aus dem »Gespensterbuch« von August Apel und avancierte rasch zur deutschen Nationaloper. Mit aufwendigen Spezialeffekten – Feuer, Licht, Rauch und unheimlichen Geräuschen – setzte die Premiere 1821 zudem neue theatertechnische Maßstäbe. Nach über 15 Jahren ist das Werk nun endlich wieder in Braunschweig zu erleben. Regie führt Philipp Moschitz, der seit seinen Erfolgen mit »Im weißen Rössl« oder »Cabaret« als Shootingstar des unterhaltenden, witzig-ironischen Musiktheaters gilt.
Tipps und Infos zu Ihrem Burgplatzbesuch
Aufführungsdauer: ca. 2 h 40 min, eine Pause
Content Note: In diesem Stück kommen starke Lichteffekte und Kunstnebel zum Einsatz. Es fallen laute Schüsse. Szenisch wird ein Mord gezeigt.
Gefördert durch den Hauptsponsor BS | Energy und die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz.
»Man entdeckt in Abgründen wie der Wolfsschlucht und dem Venusberg nur die eigenen geheimen Lüste und Triebe, so dass die Ordnung, die das Tabu aufgebaut hat, schnell selbst in Frage steht. Und so kann man das üppig ausgestattete ›Freischütz‹-Spektakel beim Opern-Openair das Staatstheaters als Mysterienspiel mit karnevaleskem Einschlag lesen - oder psychologisierend als spannende Intriege von Miss Samiel, die sich auch mal einen Heldentenor angeln will.«
»Wer mit Populärem wagt, gewinnt manchmal auf ganzer Linie: Es wurde ein Einstandssieg auf ganzer Linie für den frischgebackenen und von der Oper Leipzig gekommenen Generalintendanten Tobias Wolff. [...] Philipp Moschitz packte das seit seiner Uraufführung zur Eröffnung des Großen Berliner Schauspielhauses 1821 erfolgreiche Stück an den genau richtigen Inhaltsscharnieren. Dazu setzte der neue GMD Friedrich Praetorius mit dem Staatsorchester Braunschweig eine Qualitätsmarke der Extraklasse.«
»Ein Besuch lohnt sich allein wegen der Atmosphäre rund um die Bühne auf dem historischen Platz zwischen Burg und Dom. In diesem Jahr gibt es zudem eine gelungene Produktion zu sehen. Der neue Generalmusikdirektor Friedrich Praetorius verleiht den altbewährten Gassenhauern der Oper viel frischen Schwung. Und gesungen wird auf dem Burgplatz durchweg souverän. Optisch grüßt Hollywood: Die Figuren wirken in den Kostümen von Claudio Pohle so gruselig- überdreht, als stammten sie aus einem Tim-Burton-Film.«