In der Aufführung »Stimmen« setzen sich 25 junge Menschen mit der systematischen Ermordung von Menschen mit psychischen Erkrankungen oder Behinderungen während des Nationalsozialismus auseinander, die zwischen 1941 und 1945 in ihrem Schulort in der dortigen »Heil- und Pflegeanstalt« stattfand.
Diese »Euthanasie«-Verbrechen, aber insbesondere auch der geleistete Widerstand, werden in der Erinnerungsperformance thematisiert.
Wer hat davon gewusst? Gab es noch Momente des Glücks? Wie gehen die Mitarbeitenden der heutigen Klinik mit der Vergangenheit um?
Die Teilnehmenden haben einige Monate recherchiert, stellen in der Aufführung einzelne Biografien vor, versuchen aber als kollektives »Wir« auch Mechanismen von Stigmatisierung und Gleichschaltung szenisch zu betrachten. Die Jugendlichen treten dazu inhaltlich, körperlich und räumlich in Beziehung zu dem damaligen Geschehen.
Das Projekt entstand in enger Kooperation mit dem Zentrum für Erinnerungskultur der Universität Regensburg und dem dort veröffentlichten Buch »Verdrängt«.
Deutschlands größtes und wichtigstes Schultheaterfestival ist zu Gast im Großen und Kleinen Haus und kommt mit ca. 350 Schüler:innen aller Schulformen sowie Lehrkräften, Theaterpädagog:innen und Theaterwissenschaftler:innen aus dem gesamten Bundesgebiet.
Letzte Aufführung:
Mi
01.10.2025