Rockmusical basierend auf dem Schauspiel von Frank Wedekind
Buch und Liedtexte von Steven Sater
Musik von Duncan Sheik / Deutsch von Nina Schneider / ab 14 Jahren
Zehn Jugendliche stehen an der Schwelle zum Erwachsenwerden – voller Neugier, Sehnsucht und Verunsicherung. Doch in der Welt der Erwachsenen finden sie kaum Antworten auf die Fragen, die sie umtreiben. Schweigen, Moralpredigten und falsche Scham prägen eine Gesellschaft, in der über Körper, Sexualität und Gefühle nicht gesprochen werden darf. Zwischen schulischem Leistungsdruck, religiösen Geboten und den Erwartungen ihrer Eltern versuchen Melchior, Wendla, Moritz und ihre Freund:innen, ihren eigenen Weg zu finden. Doch Unwissen, Angst und gesellschaftlicher Druck führen zu Entscheidungen, die tragische Folgen haben.
Mit seinem Drama »Frühlings Erwachen« entwarf Frank Wedekind bereits 1891 das schonungsloses Bild einer Gesellschaft, die ihre Jugendlichen im entscheidenden Moment allein lässt. Die Rockmusical-Adaption von Steven Sater und Duncan Sheik übersetzt Wedekinds Geschichte in eine kraftvolle musikalische Sprache zwischen Rock, Folk und Pop-Ballade. In den Songs finden die Figuren eine Stimme für das, was sie in ihrer Welt nicht sagen dürfen – ihre Wut, ihre Sehnsucht, ihre Angst und ihre Hoffnung. So wird »Frühlings Erwachen« zu einem ebenso berührenden wie aufrüttelnden Stück über gesellschaftliche Tabus – und über die Frage, was junge Menschen brauchen, um ihren Platz im Leben zu finden.
Aufführungsdauer: ca. 1 h 40 min, keine Pause
Hinweis: In der Vorstellung »Frühlings Erwachen« kommt es inszenierungsbedingt zum Einsatz von Stroboskoplicht, das bei fotosensiblen Personen zu gesundheitlicher Beeinträchtigung führen kann.
Content Notes: In dieser Inszenierung werden unter anderem Themen wie sexualisierte Gewalt, Suizid, Schwangerschaftsabbruch, körperliche und psychische Gewalt, Verlust sowie psychische Krisen verhandelt.
Gefördert im Programm Zero – Klimaneutrale Kunst- und Kulturprojekte der Kulturstiftung des Bundes und von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.