Innocence

Innocence

Innocence

Oper in fünf Akten von Kaija Saariaho

Original finnisches Libretto von Sofi Oksanen Mehrsprachiges Libretto von Aleksi Barrière / in englischer, finnischer, tschechischer, rumänischer, französischer, schwedischer, deutscher, spanischer und griechischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Tereza ist kurzfristig als Kellnerin für eine kleine Hochzeitsfeier eingesprungen. Mit Schrecken erkennt sie in dem Bräutigam Tuomas und seinen Eltern die Familienangehörigen jenes jungen Mannes, der vor zehn Jahren einen Amoklauf an einer internationalen Schule begangen und dabei auch ihre eigene Tochter, Markéta, getötet hat.


Die Braut Stela wusste bisher nichts von der Tat, nicht einmal die Existenz eines Bruders wurde erwähnt. Tereza aber treibt die Familie dazu, das Schweigen zu brechen und so tritt Schicht für Schicht die Vergangenheit zu Tage. In die Handlungsebene der Hochzeitsfeier verwoben sind die Erzählungen jener Menschen, die das Attentat zwar überlebt haben, deren Leben von dem traumatischen Erlebnis aber bis heute geprägt sind.

 
Komponistin Kaija Saariaho sowie Sofi Oksanen und Aleksi Barrière für das Libretto haben mit »Innocence« ein ergreifendes Drama über Schuld und Trauma geschaffen, über Hilflosigkeit, Überleben und die Frage, wie wir den komplexen Kreislauf des Schmerzes von seiner Auslösung über die Weitergabe bis zur Überwindung durchbrechen und so möglicherweise einen Zustand der »Unschuld« (wieder) erlangen können. Saariaho hat zwar jeder einzelnen Figur eine eigene musikalische Charakteristik verliehen, ihre gefühlvolle Komposition verbindet aber alle Figuren miteinander ohne über sie zu urteilen und zieht das Publikum mit ihrer atmosphärischen Klangsprache in den Sog der Geschichte.

 

Aufführungsdauer: ca. 1 h 45 min, keine Pause

Die Öffentliche Versicherung Braunschweig fördert die Audiodeskription.


Besetzung am 12.06.2026

Musikalische Leitung: Alexis Agrafiotis
Regie: Dagmar Schlingmann
Bühne und Kostüme: Sabine Mader
Video: Carolin Röckelein
Chor: Johanna Motter
Licht: John Fürntratt
Dramaturgie: Sarah Grahneis
Tereza (The Waitress): Isabel Stüber Malagamba
Stela (The Bride): Victoria Leshkevich
Patricia (The Mother-in-law): Ekaterina Kudryavtseva
Tuomas (The Bridegroom): Marius Pallesen
Henrik (The Father-in-law): Maximilian Krummen
The Priest: Rainer Mesecke
Markéta (Student 1): Erika Hammarberg
Lilly (Student 2): Viktoria Karlsson
Iris (Student 3): Naima Laube
Anton (Student 4): Valentin Fruntke
Jerónimo (Student 5): Francisco Akudike
Alexia (Student 6): Selena Bakalios
Cecilia (The Teacher): Marlene Lichtenberg

Pressestimmen

»Alexander Sinan Binder hält das Orchester die fast zwei pausenlosen Stunden fabelhaft in Spannung. Da es kaum dramatische Bögen gibt, liegt hier alles an den immer wieder neu gemischten Klangmomenten, ein dauerndes, vor allem perkussionsgetriebenes Prickeln mit gelegentlichem Aufschreien – oder plötzlichem Verstummen.«

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Termine

Mi 10.06.2026
Großes Haus
19:30
Innocence
Einführung 45 min vorher in der Hausbar, Großes Haus & Nachgespräch im Rahmen von »Stück und Schnack«*
Fr 12.06.2026
Großes Haus
19:30
Innocence
Einführung 45 min vorher in der Hausbar, Großes Haus
So 14.06.2026
Großes Haus
18:00
Innocence
Einführung 45 min vorher in der Hausbar, Großes Haus
zum letzten Mal