#aufgedeckt. enttarnt. entweiht. Oder: Alles – nur kein Happy End
Am 20. Mai wird es EndRomantisch oder Ent-Romantisch. Das entscheidet sich am Ende des Abends. Wenn wir auseinandernehmen, was wir für Gefühl halten und dabei – oh Wunder! – auf hartnäckige, gut getarnte Strukturen stoßen. Wenn wir Romantik von der Mär um Intimität befreien und das System hinterfragen, das als Korrektiv und leiser Regulator für Liebenswürdigkeit, Attraktivität und Norm spielt.
Wir fragen gemeinsam nach, wer auserkoren und gewählt und wer nur geduldet wird. Wer begehrlich sein darf und wer dankbar. Kommt euch bekannt vor? Uns auch.
Und wie sieht es mit der fein austarierten Konkurrenz aus, die ihr Pendel zwischen Nähe, Verletzlichkeit und Toleranz ausschlägt?
Jetzt wird es unangenehm, oder? Denn wir stellen fest: Es geht nicht »um die anderen«, sondern um uns. Immer auch um uns. Durch und durch wirkt es hindurch und spiegelt unsere Sozialisationsschleifen im Dickicht der Münchhausen’schen Wirklichkeit wider. In Blicken, in Erwartungen, in diesem kaum greifbaren Wunsch, endlich anzukommen; bei jemenschem, irgendwo, irgendwie.
Während einige aus vertrauten Liebesgeschichten herausfallen, entstehen anderswo längst weitere Formen, die sich verbunden tragen: Chosen Families, Care als Praxis und Beziehungen, die keine bollywoodesken Drehbücher brauchen.
An diesem Abend legen wir gemeinsam frei, was sich so gut tarnt. Karte für Karte. Zug um Zug in einem Spiel, das keines ist.