Zyklus Ausweitung des Ringgebiets
Zyklus Natur
Antonio Vivaldi
Le quattro stagioni (Die vier Jahreszeiten) op. 8
Giacinto Scelsi
Natura renovatur
Richard Wagner
Siegfried-Idyll WWV 103
Zum Abschluss der Sinfoniekonzertspielzeit bringt das Staatsorchester in Kammerbesetzung eine Mischung aus Klassikern und weniger Bekanntem zu Gehör
Zu den unabhängig vom Jahreszyklus jederzeit beliebten Instrumentalwerken gehören Antonio Vivaldis »Vier Jahreszeiten«. Die vier Violinkonzerte, die je einen Abschnitt des Jahreszyklus porträtieren, sind in ihrem Farbenreichtum, ihrer Virtuosität wie auch in ihrer Experimentierfreude hinsichtlich der Form einzigartige Werke, wie der anhaltende Erfolg der vor fast 300 Jahren veröffentlichten Kompositionen zeigt.
Eine der schillerndsten Figuren des an individuellen Charakteren nicht gerade armen 20. Jahrhunderts war Giacinto Scelsi. Seinen Kompositionen ist oft eine sehr individuelle Skulpturalität eigen, die in der scheinbaren Beschränkung des kompositorischen Materials eine große Dichte und Komplexität erzeugt. So auch im 1967 entstandenen »Natura renovatur«, das mit elf Streichinstrumenten in mikrotonalen Clusterklängen in eine ganz eigene und faszinierend schillernde Klangwelt entführt.
Mit Richard Wagners schwelgerisch-zärtlichem »Siegfried-Idyll« wird zum Abschluss des letzten Sinfoniekonzerts der Spielzeit ein erneuter Bogen zur spielzeitumspannenden »Ausweitung des Ringgebiets« und zum Finale des »Ring«-Festivals geschlagen, denn die 1870 komponierte sinfonische Dichtung für Kammerorchester greift auf Motive aus »Siegfried« zurück – ist aber gleichzeitig ein intimes musikalisches Zeugnis Wagnerscher Familienbande.
Musikalische Leitung Mino Marani
Solist Felix Gutgesell (Violine)
Letzte Aufführung:
So
25.06.2023