Spielstätten

Spielstätte JUNGES! Staatstheater

Husarenstraße 75 A
38102 Braunschweig

 

Von der Baustelle: Das JUNGE! Staatstheater bekommt eine neue Spielstätte

 

Im »Frankfurter Haus« in der Husarenstraße 75 A, dort wo bereits Probebühnen untergebracht waren und das Festival Theaterformen temporär seine Büros bezog, wird seit Mai 2024 eine neue Spielstätte für das JUNGE! Staatstheater gebaut. Die ehemalige Mars-la-TourKaserne steht unter Denkmalschutz. Um den Anforderungen eines zeitgemäßen Theaters für ein junges Publikum zu entsprechen, muss deshalb umfassend saniert und umgebaut werden. Bauen im Bestand heißt das, und das ist immer gut für Überraschungen!

In der Phase der Entkernung wurden alte Strukturen freigelegt, die ganz eigene Geschichten über die frühere Nutzung erzählten. So wurden Schornsteinöffnungen in der Decke entdeckt, die eine Funktion als Kantine der ehemaligen Mars-la-Tour-Kaserne nahelegen. Dass sich diese im Bereich des zukünftigen Bar-Café-Bereichs fanden: ein schöner Zufall.

Besondere »Hingucker« sind die freigelegten Türöffnungen mit gemauerten Bögen, die von den Treppenhäusern abgehen und sich auch entlang der neuen Zuwegung für Besucher:innen finden. Vermutlich in den 70er- Jahren wurden die großen Türöffnungen auf ein Mindestmaß zurückgebaut. Historische Fliesen, die sich in den zukünftigen WC-Bereichen fanden, werden erhalten und wiederverwendet.

Mit der Öffnung der Decke bis unter das Dach und den großen Türöffnungen zum Bar-Café-Bereich ist bereits jetzt ein völlig neues Raumgefühl zu erleben. Leider wurden hier mehr und mehr Holzschäden ersichtlich, die trotz umfangreicher Voruntersuchungen nicht zu erkennen waren. Die zusätzlichen Arbeiten und die Ausführungszeit über den Winter haben den Bauablauf nicht gerade positiv beeinflusst.

Mittlerweile starten wir mit dem Innenausbau, neue Räume entstehen. Vor allem durch den Fortschritt der Trockenbauarbeiten und die Einbauten der technischen Gewerke wird mehr und mehr ersichtlich, wie das Gebäude zukünftig genutzt wird.

Bis zur Fertigstellung muss aber noch einiges passieren, Wände müssen verputzt werden, das südliche Treppenhaus bekommt eine neue Treppe, Bodenbeläge sind einzubauen, der Maler hat viel zu tun und dann soll in diesem Jahr noch der Aufzug kommen. Unzählig viele Meter Kabel sind zu verlegen, die dazugehörigen Trassen sind schon erstellt. Den größten Teil des Kellers belegt die Lüftungsanlage, dank genauer Planung passgenau eingebaut.

Der Baufortschritt, wenn auch nicht ganz so weit wie erhofft und gewünscht, ist einem tollen Projektteam zu verdanken: staatliches Baumanagement, Architekturbüro crep D, Theater, Fachplaner:innen und natürlich den unzähligen schaffenden Händen auf der Baustelle!

 

Das Team

JUNGES! Staatstheater

 

Foto: Andreas Bormann